: Koreanische Immigranten in Deutschland

Koreanische Immigranten in Deutschland

Interessenvertretung und Selbstorganisation

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 17

Hamburg 1996, 510 Seiten
ISBN 978-3-86064-502-4 (Print)

Ausländer, Deutschland, Integration, Korea, Migration, Soziologie

Zum Inhalt

Jung-Sook Yoo behandelt in ihrem Buch die koreanische Minderheit in Deutschland und ihre Selbstorganisationen. Das Thema ist eingebettet in eine Darstellung der koreanischen Migration nach Deutschland einerseits und der Funktion der koreanischen Selbstorganisationen im hiesigen polititschen System andererseits. Außerdem enthält die Arbeit einen Anhang von Interviews mit über 40 Personen, ganz überwiegend Koreanerinnen und Koreaner.

Das Buch macht deutlich, unter welchen wirtschaftlichen und politischen Umständen die Koreanerinnen und Koreaner - ganz überwiegend Krankenschwestern und Bergarbeiter - nach Deutschland kamen und wie sich ihre Situation hier darstellt. Im Anschluss daran stellt das Buch dar, welche Organisationen sie hier gebildet haben, auf welche Schwierigkeiten diese Organisationen trafen und wie sie sich weiter entwickelten. Die Autorin geht auch der Frage nach, ob sich die Organisationen mehr von der Situation der koreanischen Minderheit hier oder von der Situation in Korea beeinflussen ließen. Schließlich wird danach gefragt, wie sich die koreanischen Organisationen in das hiesige politische System einpassen. Dabei wird angerissen, wie sich eine künftige Integration von Ausländern darstellen könnte.

Im interessanten Anhang berichten Koreanerinnen und Koreaner über ihr persönliches Schicksal: Von der Entscheidung zur Reise nach Deutschland bis zu ihren Erfahrungen hier. Der Anhang gibt damit einen einmaligen Einblick in die Wahrnehmung der Migration aus der Sicht der unmittelbar Beteiligten.



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