: Ein unmöglicher Mensch

Ein unmöglicher Mensch

Variata – Titel ohne Schriftenreihenzuordnung, Band 8

Hamburg 1994, 102 Seiten
ISBN 978-3-86064-164-4 (Print)

Deutschland, Literatur, Schelmenroman, Wiedervereinigung

Zum Inhalt

Studienrat Axwald - verheiratet, Vater einer Tochter, einigermaßen gläubig - macht sich selbst und anderen erfolgreich vor, er wäre ein prima Kerl. Als er die schmerzliche Erfahrung macht, dass diese Illusion allzu brüchig ist, kommt er zu dem Schluss, nicht mehr so weiterleben zu können wie bisher. Andererseits muss er feststellen, dass der Ausstieg aus einer gewohnten Rolle nicht so einfach ist. Also nimmt Axwald Reißaus vor allem Eingefahrenen und treibt sich herum, um der alltäglichen Schauspielerei teils als Beobachter, teils als Akteur bewusst auf den Grund zu gehen. Dabei begegnet er Menschen, die ihn zwar aufs neue erschüttern, ihm jedoch auch Auswege aus seinen Verstrickungen eröffnen. Zurückkehrend ins bürgerliche Leben, fasst er den Vorsatz, die Überreste seiner Scheinwelt spektakulär platzen zu lassen, was ihm auch gelingt - allerdings ganz anders als geplant.

Ein Schelmenroman voll „unmöglicher“ Ereignisse, Maskeraden und Gaukeleien, geprägt vom Charakter der Schauplätze (Köln, Sylt u.a.) sowie vom gesellschaftlichen Klima im soeben wiedervereinten Deutschland. Erzählfreude, Facettenreichtum und Liebe zum Detail verbinden sich mit einem Stil, der die Szenen zügig auf den Punkt bringt. Ganz gleich, ob es um Obdachlose oder Schickeria, um Verdauungsbeschwerden oder die Suche nach Gott geht, stets wird der Leser dazu eingeladen, auf einer Reise durch den Alltag merkwürdige Wahrheiten und wahre Merkwürdigkeiten zu entdecken.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben