: Neuere Aspekte der Länderrisikobeurteilung internationaler Unternehmungen

Neuere Aspekte der Länderrisikobeurteilung internationaler Unternehmungen

Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Politischen Ökonomie und des Einsatzes von KI-Technologien

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 22

Hamburg 1993, 284 Seiten
ISBN 978-3-86064-147-7 (Print)

Bonität, Expertensysteme, Geschäftsbanken, IICCR, KI-Technologien, Kreditwürdigkeit, Länderrisiken, Länderrisikobeurteilung, Politische Ökonomie, Scoring, Unternehmensführung, Volkswirtschaftslehre

Zum Inhalt

Ziel dieser Untersuchung ist es, die wesentlichen Elemente des Länderrisikos internationaler Unternehmungen zu erarbeiten und sowohl statische als auch prozessuale Verbesserungsmöglichkeiten der Beurteilung von Länderrisiken zu erforschen. Als Arbeitsergebnisse werden ein Länderrisikobeurteilungsindex (Scoring-Modell) sowie ein lernfähiges Expertensystem zur Unterstützung des Beurteilungsprozesses angestrebt.

Angesichts der sinkenden Kreditwürdigkeit vieler Länder (1992 verfügten nur ca. 21% der von den internationalen Geschäftsbanken nach IICCR beurteilten Länder über eine ausreichende Bonität), die Spiegelbild des gesamten wirtschaftspolitischen Klimas eines Landes ist, und gleichzeitig steigendem Volumen des Auslandsgeschäftes tragen internationale Unternehmungen ein beträchtliches Risiko. Hieraus lässt sich die wachsende Aufmerksamkeit erklären, die der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Stabilität einzelner Länder nicht nur hinsichtlich des Kreditgeschäftes, sondern generell bei allen internationalen unternehmerischen Aktivitäten gewidmet wird.

Die Beurteilung von Länderrisiken ist für internationale Unternehmungen eine Aufgabe von wachsender Bedeutung, die sowohl bei der Beurteilung von neuen wie auch von laufenden internationalen Aktivitäten in das Entscheidungskalkül zu ziehen ist. Aufgrund der strategischen Bedeutung von Auslandsengagements ist es notwendig, die Beurteilung von Länderrisiken in den Prozess der strategischen Unternehmensführung zu integrieren.

Als theoretische Basis der Länderrisiko-Beurteilung zieht der Autor die Neue bzw. Internationale Politische Ökonomie heran. Außerdem bedient er sich KI-Technologien, um den prozessuale Ablauf der Beurteilung vereinfachen zu können. Als besonders vielversprechend erscheint hierbei die Kombination von Expertensystemen und Neuronalen Netzen zur Unterstützung des Beurteilungsprozesses.



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