: Argrarverfassung und Argrarentwicklung in Indonesien

Argrarverfassung und Argrarentwicklung in Indonesien

Eine vergleichende Studie

AGRARIA – Studien zur Agrarökologie, Band 7

Hamburg , 514 Seiten

ISBN 978-3-86064-084-5 (Print)

Zum Inhalt

Ziel der Arbeit ist es, verschiedene Agrarverfassungen, die sich aufgrund unterschiedlicher Gewohnheitsrechte ergeben, und deren Rolle in der Agrarentwicklung Indonesiens darzustellen.
Zuerst werden Rahmenbedingungen analysiert, dann die nationalen Rahmengesetze in bezug auf Boden und Wasser, entsprechende Reformmaßnahmen, schließlich die Struktur der Plantagen. Das Kernstück der Arbeit bildet die Analyse der Agrarverfassungen verschiedener Bevölkerungsgruppen. Für deren Auswahl war ein Hauptkriterium das in den letzten Jahrzehnten sowohl in der Wissenschaft als auch in der praktischen Politik vernachlässigte System der Rechtskreise. Toba-Batak, Minangkabau, Javanen und Balinesen bilden Beispiele für die grundlegenden Organisationsprinzipien. Es wird gezeigt, dass die Verfügungsrechte über Boden und Wasser, Erbsitten, Flurverfassungen, Pachtvereinbarungen, Arbeitsordnungen und nicht zuletzt Ansatzpunkte für eine moderne Kooperation in einem Systemzusammenhang stehen. Seine Logik wird nur durch die Berücksichtigung der jeweiligen gesamten Agrarverfassung verständlich. Zur Agrarentwicklung werden die staatlichen Maßnahmen im Hinblick auf Modernisierungsstrategien- Produktionsentwicklungsprogramme und deren Realisierung - und die sozialen Mobilisierungsstrategien - Bauerngruppen, ländliche Genossenschaften - sowie die sozioökonomischen Auswirkungen auf die kleinbäuerlichen Betriebe behandelt.
Das Abschlusskapitel über die Zusammenhänge zwischen Agrarverfassungen und Agrarentwicklung ist in praxisbezogener Weise als Zusammenschau konzipiert. Fragen sind: Inwieweit sind einzelne Elemente der Agrarverfassungen für die agraren Entwicklungsmaßnahmen hemmend oder förderlich? Inwieweit sind staatliche Maßnahmen für die Systeme der betroffenen Bevölkerungsgruppen „unangemessen“? Inwieweit können die sozioökonomischen Verhältnisse der kleinbäuerlichen Bevölkerung als Folge der Agrarverfassungen angesehen werden?
Das Buch wendet sich an Leser, die sich mit dem heute bedauerlicherweise relativ selten behandelten Thema Agrarverfassungen beschäftigen und auch an alle, die „Agrarentwicklung“ planen.

Ihr Werk im Verlag Dr. Kovač

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