Doktorarbeit: Möglichkeiten, Grenzen und Rahmenbedingungen der Mediation bei Unternehmenskrisen und Regelinsolvenzverfahren

Möglichkeiten, Grenzen und Rahmenbedingungen der Mediation bei Unternehmenskrisen und Regelinsolvenzverfahren

Insolvenzrecht in Forschung und Praxis, Band 108

Hamburg , 210 Seiten

ISBN 978-3-8300-9872-0 (Print)
ISBN 978-3-339-09872-6 (eBook)

Zum Inhalt

Die Herausforderung einer Sanierung oder eines Insolvenzverfahrens besteht vielfach darin, einen guten Umgang mit den unterschiedlichen Interessen der Beteiligten zu finden. Hinzu kommt, dass mit zunehmender Unternehmenskrise die eigentlichen vitalen Interessen der Unternehmung hinter das Gläubigerbefriedigungsinteresse zurückgestuft werden und die eigenbestimmte Handlungsmöglichkeit des Unternehmers abnimmt. Die Assets des Unternehmens erfahren spätestens durch die Bewertung unter Zerschlagungsgesichtspunkten im Insolvenzverfahren eine für die Beteiligten oft schmerzhafte Wertkorrektur.

Der Autor geht der Frage nach, ob das Mediationsverfahren bzw. ein Aushandlungsprozess mit mediativen Elementen geeignet ist, als Win-Win Modell etwaige Verfahrensergebnisse zu verbessen und dem Werteverfall der Unternehmensassets entgegen zu wirken.

Hierzu wird auch der Frage nachgegangen, inwieweit nachgewiesene kognitive Täuschungen für das Stocken oder den Abbruch eines Aushandlungsprozesses „verantwortlich sind“ und ob Kenntnisse über diese Phänomene zumindest für einen Aushandlungsprozess im Kontext einer Krise/Insolvenz positiv genutzt werden können um das Aushandlungsergebnis zu verbessern.

Die Rahmenbedingungen einer Mediation in Regelinsolvenzverfahren werden abgesteckt und mögliche Anwendungsfelder der Mediation in der Unternehmenskrise und bei einer Insolvenz dargestellt. Es wird untersucht, inwieweit Mediation in den einzelnen Krisenstadien Anwendung finden kann. Bei dem Themenkomplex „Insolvenz“ werden das Insolvenzeröffnungsverfahren (Gutachten, vorläufige Insolvenzverwaltung) und das eröffnete Verfahren (Insolvenzverwaltung) daraufhin untersucht, ob der Einsatz eines Mediators sinnvoll erscheint und welche Aufgabe dieser haben kann. Ein besonderes Augenmerk wird hier auf das Insolvenzplanverfahren und das Eigenverwaltungsverfahren (ESUG) gelegt. Umfassend wird die Person eines Sanierungsbegleiters erörtert.

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