Forschungsarbeit: Frankreich, Okzitanien und die Frankophonien

Frankreich, Okzitanien und die Frankophonien

Kultur- und literaturgeschichtliche Streifzüge

Studien zur Romanistik, Band 29

Hamburg 2018, 344 Seiten
ISBN 978-3-8300-9815-7 (Print), ISBN 978-3-339-09815-3 (eBook)

Albert Camus, Frankophonien, Gabrielle Roy, Honnêteté, Interkulturalität, Jeanne d‘Arc, Kulturgeschichte, Kulturkonflikt Frankreich, Le Clézio, Leitkultur Trobadors, Literaturgeschichte, Okzitanische Literatur, Romanistik, Victor Hugo

Zum Inhalt

Streifzüge durch die Literaturgeschichte Frankreichs und der Frankophonien: Das Studienbuch für Studierende jeden Alters bietet methodologische Anregungen für das wissenschaftliche Arbeiten vom Erwerb des Grundlagenwissens bis zum Wagnis der Teilnahme an Forschungsdiskussionen.

Es wird ein Bogen gespannt von der hochmittelalterlichen Pluralität als Nährboden einer auf Liebe und Freiheit beruhenden Leitkultur der „Trobadors“ als mögliches Vorbild für das um Harmonie der Vielfalt ringende Europa von heute bis zur Verdrängung dieses Modells durch das im Laufe des Zentralisierungsprozesses von einer um das Machtzentrum Versailles/Paris versammelten Elite erarbeitete Ideal des souveränen Weltmannes (Honnte homme – Philosophe – Homme civilis?), dessen Aufstieg vom Spätmittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts anhand der Literaturen in französischer und okzitanischer Sprache dargelegt wird.

Das 20. Jahrhundert ist geprägt vom allmählichen Niedergang der honntet?-Leitkultur und dem Stärkerwerden der ursprünglich als „barbarisch“ abgewerteten und tendenziell vereinnahmten Gegenkräfte, wie sie sich in den Literaturen der Frankophonien in Europa und Übersee, aber auch in Frankreich selbst manifestieren, speziell im Rahmen der okzitanischen Literatur des Südens. Anhand der französischsprachigen Literatur(en) Kanadas wird versucht, das in diesem Buch entwickelte Konzept einer interkulturellen Literaturforschung außerhalb Frankreichs zu erproben.



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