Forschungsarbeit: Nietzsche, Freud und die Psychoanalyse

Nietzsche, Freud und die Psychoanalyse

BOETHIANA – Forschungsergebnisse zur Philosophie, Band 138

Hamburg 2017, 298 Seiten
ISBN 978-3-8300-9661-0 (Print & eBook)

Abwehrmechanismen, Das Unbewusste, Der Wille zur Macht, Die Triebe, Entlarvende Psychologie, Friedrich Nietzsche, Psychoanalyse, Sigmund Freud

Zum Inhalt

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Freud hat Nietzsche als den besten Kenner der menschlichen Psyche bezeichnet. Als jenen, der die Errungenschaften seiner Psychoanalyse vorwegnahm. Entsprechend äußerte er sich dazu: „Nietzsche, den anderen Philosophen, dessen Ahnungen und Einsichten sich oft in der erstaunlichsten Weise mit den mühsamen Ergebnissen der Psychoanalyse decken“, habe er nicht gelesen, um seine „Unbefangenheit“ zu erhalten. Freud zitiert jedoch den Aphorismus aus „Jenseits von Gut und Böse“, der das Verdrängen beschreibt und auf die Existenz des „Unbewussten“ hindeutet: „Das habe ich gethan – sagt mein Gedächtnis. Das kann ich nicht gethan haben – sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich – giebt das Gedächtnis nach.“ Freuds Freundschaften mit C.G. Jung und Alfred Adler brachen ab, weil beide in Nietzsche den Vorwegnehmer der Psychoanalyse erkannt hatten. Freud beharrte darauf, dass er die Werke Nietzsches nicht kenne und nicht gelesen habe. Wie ist das möglich, wo er doch selbst den großen „Zerstörer“ zitiert, den er gar versucht psychoanalytisch zu analysieren? Wie konnte Freud die Werke des einflussreichsten Philosophen seiner Zeit nicht kennen, dessen Werke in den Wiener Kreisen gelesen wurden? Liegt es vielleicht daran, dass Freud erkannt hatte, dass Nietzsche bereits vor ihm die Psychoanalyse als neue Methode zur Erforschung des Unbewussten in seinen Werken beschreibt?

Tatsächlich konnte der Autor dieses Werkes anhand der Analyse der Freudschen Psychoanalyse und den Werken Nietzsches nachweisen, dass nahezu jeder Baustein der Freudschen Psychoanalyse bereits in den Werken Nietzsches zu finden ist. Nicht Freud, so der Autor, ist der Entdecker der Psychoanalyse, sondern Nietzsche. Damit kommt der Autor zu zwei Schlussfolgerungen. Zum einen kann er die Metapsychologie in den Werken Nietzsches nachweisen und zum anderen kommt er zu der Erkenntnis, dass Freuds Psychoanalyse ein Werk Nietzsches ist, ohne das Wort Plagiat in den Mund zu nehmen. Nietzsche, so der Autor, ist der wahre Begründer und Wegbereiter der Psychoanalyse.



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