Doktorarbeit: Horizontale Kooperationen in Emerging Economies

Horizontale Kooperationen in Emerging Economies

Eine empirische Analyse der Wirksamkeit von Governancemechanismen und Informationsbeziehungen in Logistikdienstleister-Kooperationen

Logistik-Management in Forschung und Praxis, Band 59

Hamburg 2017, 218 Seiten
ISBN 978-3-8300-8964-3 (Print & eBook)

Betriebswirtschaftslehre, Emerging Economies, Governance, Horizontale Kooperationen, Logistikdienstleister, Organisation und Unternehmensführung, Produktion und Logistik, relationale Governancemechanismen, transaktionale Governancemechanismen, Umweltunsicherheit

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Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, greifen immer mehr Logistikdienstleister auf horizontale Kooperationen zurück. Jedoch sind horizontale Kooperationen im Vergleich zu vertikalen Kooperationen schwieriger zu kontrollieren. Die Komplexität in der Governance horizontaler Kooperationen zeigt sich in der hohen Rate gescheiterter Kooperationen, die bis zu 70 % beträgt. Daher kommt es besonders bei horizontalen Kooperationen darauf an, geeignete Governancemechanismen zu identifizieren.

Gerade in Emerging Economies nutzen vielfach kleine und mittlere Logistikdienstleister horizontale Kooperationen, um ihre Logistikdienstleistungen international anbieten zu können und um Risiken in ihrem Heimatmarkt abzufedern. Unternehmen in Emerging Economies sind häufig unsicheren rechtlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt, die häufig wechseln und die Durchsetzung von Rechtsansprüchen schwierig gestalten. Durch die Umweltunsicherheit für Unternehmen können sich die Governancemechanismen in diesen Ländern signifikant von Governancemechanismen in industrialisierten Ländern unterscheiden. Dementsprechend erlangt die Identifizierung und Anwendung geeigneter Governancemechanismen höchste Priorität, um horizontale Kooperationen erfolgreich zu gestalten.

Im Rahmen dieser Untersuchung wird die Wirkung unterschiedlicher Governancemechanismen für horizontale Kooperationen unter Unsicherheit in Emerging Economies analysiert. Zuerst werden dazu die relevanten Theorien aufgezeigt und die in dieser Studie verwendete Strukturgleichungsmethode detailliert vorgestellt. Nach der Identifikation relevanter Governancemechanismen mit Hilfe einer teilnehmenden Beobachtung wird die Wirkung der unterschiedlichen Mechanismen empirisch erforscht. Dazu werden die Governancemechanismen in transaktionale- uns relationale Mechanismen unterteilt und ihre individuelle sowie gemeinsame Wirkung analysiert. Dabei wird festgestellt, dass die identifizierten Governancemechanismen erst unter Umweltunsicherheit ihre vollständige Wirkung erzielen und zur Kontrolle horizontaler Kooperationen beitragen. Damit liefert das Buch wertvolle Impulse für die Entscheider aus der Praxis und der Politik und stellt auch eine Grundlage für weitere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet horizontaler Kooperationen in Emerging Economies dar.



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