Coverabbildung: Doktorarbeit, „Lebenslust mit LARS&LISA – Evaluation eines universalen, schulbasierten Depressions­präventionsprogramms für Jugendliche“ von Melanie Silvia Wahl

Melanie Silvia Wahl Lebenslust mit LARS&LISA – Evaluation eines universalen, schulbasierten Depressions­präventionsprogramms für Jugendliche

Hamburg 2012, 192 Seiten

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Zum Inhalt

Psychische Erkrankungen im Jugendalter werden immer häufiger. Insbesondere emotionale Beeinträchtigungen sind dabei von großer Relevanz. Jeder fünfte Jugendliche ist derzeit an Depressionen erkrankt – Tendenz steigend. Und wie ist es um die Behandlungssituation bestellt? In Deutschland besteht eine Unterversorgung. Wartezeiten für einen Therapieplatz im Kindes- und Jugendalter betragen ein Jahr und länger. Bis zu 70% der Kinder und Jugendlichen erhalten gar keine Behandlung. Die Weltgesundheitsorganisation forderte entsprechend bereits im Jahr 2004 den breitflächigen Einsatz von Präventionsmaßnahmen und beschreibt dies als effektivste Strategie um den Beeinträchtigungen und Folgen depressiver Erkrankungen entgegen zu wirken.

Die Autorin beschreibt die Evaluation eines schulbasierten universalen Depressionspräventionsprogramms für Jugendliche unter realen Alltagsbedingungen. Insgesamt 646 Jugendliche der Hauptschule nahmen entweder an einem universalen schulbasierten Präventionsprogramm (Lebenslust mit LARS&LISA) oder einer Kontrollbedingung (Regelunterricht) teil. Das kognitiv-verhaltenstherapeutische Programm basiert auf dem Modell der sozialen Informationsverarbeitung von Dodge (1993) und umfasst zehn Doppelstunden, die im Rahmen des regulären Schulcurriculums durchgeführt werden. Ein Trainermanual beschreibt das Vorgehen detailliert und selbsterklärend, die Arbeitsblätter für die Schüler sind auf CD-ROM und alle im Programm verwendeten Filme auf DVD vorhanden, so dass die Umsetzung des Programms einfach und benutzerfreundlich erfolgen kann.

Die Ergebnisse sprechen eindeutig dafür, dass die Adaptation des Präventionsprogramms an Hauptschulen gelungen ist. Positive Ergebnisse zeigen sich in der Programmakzeptanz und im Sozialverhalten der teilnehmenden Jugendlichen bei sowohl von Lehrern als auch von Psychologen geleiteten Gruppen. Bei Psychologen zeigen sich zudem langfristig positive Effekte in kognitiven Variablen (negative Selbstaussagen, Wohlbefinden). Im Hauptziel, nachhaltig positive Effekte auf die depressive Symptomatik der Jugendlichen nachzuweisen, erwiesen sich sowohl Lehrer als auch Psychologen als erfolgreich.

Mit „Lebenslust mit LARS&LISA“ liegt ein Programm vor, das umfassend erfolgreich evaluiert ist, bei Schülern und Lehrern beliebt ist, in den normalen Schul- und Unterrichtsrahmen gut integrierbar ist und nachweislich die genannten Kompetenzen Schülern vermittelt. Prävention psychischer Beeinträchtigungen und somit eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit, des Befindens und der Lebensführung ist mittels derartiger vorstrukturierter Programme erfolgreich durch Lehrer bzw. andere pädagogische Fachkräfte umsetzbar. Nach der erfolgreichen Evaluation präventiver Maßnahmen in der Alltagswelt steht als nächster Schritt der Transfer in die Praxis an.

Bibliografische Daten

Autorin Melanie Silvia Wahl
Titel Lebenslust mit LARS&LISA – Evaluation eines universalen, schulbasierten Depressions­präventionsprogramms für Jugendliche
Seiten 192
Erscheinungsjahr 2012
Erscheinungsdatum 28.02.2012
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-6313-1
eISBN (eBook) 978-3-339-06313-7
Schriftenreihe Studien zur Kindheits- und Jugendforschung
Band 62

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