Doktorarbeit: Wissensgewinn und Sozialkapital in Unternehmensclustern

Wissensgewinn und Sozialkapital in Unternehmensclustern

Eine empirische Analyse

Strategisches Management, Band 114

Hamburg , 158 Seiten

ISBN 978-3-8300-5601-0 (Print)
ISBN 978-3-339-05601-6 (eBook)

Zum Inhalt

Geleitwort

Regionale Innovationsförderung durch Clusterbildung ist eine von der Politik immer häufiger verfolgte Strategie. Unternehmen mit einem ähnlichen Fokus sollen durch Austausch und Interaktion neues Wissen schaffen. Der Wissensgewinn kann jedoch für die beteiligten Unternehmen recht unterschiedlich ausfallen. Die vorliegende Arbeit widmet sich dieser Heterogenität des Wissensgewinns und stellt sich die Frage, auf welche Weise der Wissensgewinn von Unternehmen innerhalb eines Clusters gefördert wird und welche Rolle dabei das Cluster-Management spielt.

Das individuelle Umfeld eines im Cluster agierenden Unternehmens wird mit Hilfe des theoretischen Konstrukts des Sozialkapitals erfasst. Analog zur bestehenden Literatur wird dieses hinsichtlich einer strukturellen, relationalen und kognitiven Dimension erfasst. Wesentlich und neu an der vorliegenden Arbeit ist dagegen die Bezugnahme auf das Cluster-Management und deren Einbindung durch eine sog. Theorie der prozeduralen Fairness. Die Bildung von Sozialkapital als Grundstock für eine individuelle, unternehmensbezogene Wissensgewinnung wird damit in Abhängigkeit von einem fairen Umgang des Cluster-Managements mit den beteiligten Unternehmen beschrieben. Auf diese Weise wird im Rahmen netzwerktheoretischer Überlegungen die Bedeutung eines Gebots der Fairness akzentuiert und auf den Bereich einer forschungspolitisch motivierten Clusterbildung angewandt.

Zur Überprüfung seines Hypothesengerüsts bedient sich der Verfasser eines selbst erhobenen, repräsentativen Datensatzes. Dieser erlaubt ihm nicht nur eine tiefgehende empirische Überprüfung des von ihm ausgearbeiteten Modells, sondern gibt ihm auch die Möglichkeit, die herausragende Rolle des Cluster-Managements zu unterstreichen und damit einen Beitrag zur wissensbasierten Cluster-Theorie zu leisten.

Die Arbeit ist theoretisch wie empirisch vorbildlich ausgeführt. In der Hypothesenbildung argumentiert der Autor mit wissenschaftlichem Weitblick und kann ohne Umschweife zum Kern der Aussage vordringen. Die Arbeit ist von einem hohen Methodenverständnis gekennzeichnet. Dadurch entsteht ein theoretisch äußerst wertvoller Beitrag zur Cluster- und Netzwerkforschung, der ein modernes Cluster-Management zukunftsorientiert leiten kann.

Ich wünsche der Arbeit von Herrn Brummer eine große Verbreitung und Anerkennung in Wissenschaft und Praxis, die sie zweifellos verdient.

Rolf Bühner

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