Doktorarbeit: Performancebewertung und -sicherung von orchestrierten Serviceangeboten

Performancebewertung und -sicherung von orchestrierten Serviceangeboten

Forschungsergebnisse zur Informatik, Band 64

Hamburg 2009, 262 Seiten
ISBN 978-3-8300-4327-0 (Print & eBook)

BPM, Geschäftsprozessmanagement, Informatik, Integrationsprojekt, Modellierung, Performance, Qualität, Serviceintegration, Serviceorientierte Architektur, SOA

Zum Inhalt

Serviceorientierte Architektur (SOA) stellt einen vielversprechenden Versuch dar, die ständig wachsende Komplexität gegenwärtiger IT-Anwendungslandschaften durch flexible und standardkonforme Integration wiederverwendbarer fachlicher Komponenten (sog. Services) zu bewältigen. Besonders eignet sie sich im Bereich des Geschäftsprozessmanagements (engl.: „business process management“, kurz BPM).

Die Wichtigkeit der Qualitätsbewertungs- bzw. -sicherungsmaßnahmen bei der Durchführung von SOA-Projekten ist schon lange sowohl im industriellen als auch im akademischen Umfeld anerkannt. Es fehlen jedoch einheitliche und etablierte Methoden, welche dem SOA-Paradigma gerecht werden, seine Besonderheiten in vollem Maße berücksichtigen und sich effizient in jeder gegebenen Umgebung umsetzen lassen. Oft handelt es sich um ad-hoc-Lösungen.

Das Werk leistet einen Beitrag zur Entwicklung solcher einheitlicher Methoden mit besonderem Fokus auf dem Qualitätsaspekt Performance.
Auf der Basis einer ausführlichen Analyse existierender Theorien und Ansätze wird in der Arbeit ein Qualitätsmodell für serviceorientierte Infrastrukturen und Anwendungen vorgeschlagen. Dabei werden alle drei klassischen Dimensionen der Softwarequalität – Produkt, Prozess und Ressourcen – abgedeckt.

Zur Einschätzung der Performance von orchestrierten Serviceangeboten (zusammengesetzten Services) wird ein mathematisches Modell vorgestellt. Der eigentliche Nutznießer dieses Modells ist der Serviceintegrator, dessen Aufgabe in der Erfüllung aller Phasen des Lebenszyklus von Geschäftsprozessen im Auftrag seiner Clients besteht.

Es erfolgt eine Einordnung des entwickelten Performancemodells in das Lebenszyklus von Web Service-Integrationsprojekten und dem ITIL®-gesteuerten IT-Betrieb des Serviceintegrators. Die Möglichkeit der effizienten ingenieurmäßigen Anwendung des Modells ist im Rahmen seiner prototypischen Implementierung bewiesen.



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