Doktorarbeit: Die sprachliche Repräsentation von Kräften und deren Wirkungen

Die sprachliche Repräsentation von Kräften und deren Wirkungen

Darstellung der semantischen Kategorie der Kausalität

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 125

Hamburg , 282 Seiten

ISBN 978-3-8300-3843-6 (Print)
ISBN 978-3-339-03843-2 (eBook)

Zum Inhalt

Über die Frage, welche Relation zwischen Ursache und Wirkung besteht, wird mindestens seit der Antike diskutiert. In neuer Zeit ist der Kausalbegriff einer der zentralen Gegenstände unterschiedlicher geisteswissenschaftlicher Bereiche und wird nicht nur in der Philosophie und der Psychologie, sondern auch in der Linguistik thematisiert. Ausgehend von dem interdisziplinären Ansatz der Kognitiven Semantik, der philosophische und psychologische Ergebnisse explizit einbezieht, geht die Autorin der Frage nach, wie Kausalität versprachlicht wird und welche außersprachlichen Erfahrungen für die unterschiedlichen sprachlichen Repräsentation kausaler Konzepte geltend gemacht werden können.

In den ersten Kapiteln werden die theoretischen Grundlagen umfassend dargestellt. Dabei erläutert die Autorin zunächst zentrale Begriffe der Kognitiven Semantik (wie Perspektive, Aufmerksamkeitsverteilung und Force Dynamics) sowie der Konstruktionsgrammatik und der Blendingtheorie. Danach richtet sich der Fokus auf die Beschreibung kausaler Konzepte innerhalb der berücksichtigten Theorien.

Im Hauptteil analysiert die Autorin dann verschiedene hypotaktische Satzstrukturen (wie Final-, Konsekutiv-, Instrumental-, Konditional- oder Konzessivsätze), die im weiteren Sinn als Repräsentationen kausaler Konzepte verstanden werden. Dabei wird zunächst aufgezeigt, inwiefern die Kategorisierungen unterschiedlicher kausaler Satzgefüge in Grammatiken des Deutschen kaum plausible Erklärungen für die semantischen Zusammenhänge bieten. Ausgehend von den kognitionswissenschaftlichen Überlegungen legt die Autorin anschließend die semantischen Kon- und Divergenzen zwischen den unterschiedlichen Satzgefügen dar und fügt diese abschließend in einem semantisch flexiblen Netzwerk zusammen.

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