Dissertation: Sein und Existenz in Phänomenologie und Psychoanalyse

Sein und Existenz in Phänomenologie und Psychoanalyse

BOETHIANA - Forschungsergebnisse zur Philosophie, Band 68

Hamburg 2006, 376 Seiten
ISBN 978-3-8300-2074-5

Existenzialismus, Geschichtswissenschaft, Jean-Paul Sartre, Ontik, Ontologie, Philosophie, Psychologie, Seinsbegriff, Sigmund Freud

Zum Inhalt

Die Seinsthematik hat seit jeher eine bedeutende Rolle in der Philosophie gespielt; die diesbezüglichen Brückenschläge zwischen Philosophie und Psychologie bzw. Psychotherapie nehmen sich dagegen eher spärlich aus. Christian H. Sötemann versucht, hierzu einen Beitrag zu leisten, indem er dem Seinsbegriff und -konzept auf phänomenologischen, psychoanalytischen und existentiellen Wegen nachgeht.

Es kristallisiert sich dabei vor allem ein Konzept der Ontik heraus, die hier als die Betrachtungsebene der Tatsächlichkeit von Sein, der Vorhandenheit verstanden wird und die Allgegenwart sowie die Aufrechterhaltung des Seins ausdrückt. Die Ontik läßt sich sowohl im Rahmen der Sartreschen phänomenologischen Ontologie wie auch der Freudschen Psychoanalyse kontextualisieren.

Aber auch existentiell-psychotherapeutische Bezüge werden deutlich - dabei befindet sich die Untersuchung in einem kontinuierlichen dialektischen Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis, so daß phänomenologisch reflektierte Alltagserfahrungen ebenso einfließen wie ontologische Überlegungen, psychoanalytische Metapsychologie und existentielle Annahmen ebenso wie psychotherapeutische Fallbetrachtungen.

Als Kern wird die Ontik formuliert, eine allgemeine Seinstheorie, die für das materielle Sein genauso gilt wie für das psychische - und die in Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften gleichermaßen als Basis anwendbar ist. So werden "Sein" und "Existenz" etwaiger Ontologisierung oder Mystifizierung entzogen.



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