Doktorarbeit: Die bildlichen Darstellungen der Grammatica bis um 1600

Die bildlichen Darstellungen der Grammatica bis um 1600

Schriften zur Kunstgeschichte, Band 6

Hamburg , 374 Seiten

ISBN 978-3-8300-1414-0 (Print)
ISBN 978-3-339-01414-6 (eBook)

Zum Inhalt

Grammatica gehört zu dem spätantiken Bildungszyklus der „sieben freien Künste“. Erstmals widmet sich eine kunsthistorische Arbeit ausschließlich den unterschiedlichen Darstellungen dieser Wissenschaftsallegorie.

Die Autorin unterscheidet und erläutert die Darstellungstypen der Grammatica vor dem Hintergrund der jeweiligen literarischen Traditionen. Die Zusammenfassung erhellt die ikonographische Entwicklung dieser Personifikation über Epochengrenzen hinweg. Über die zahlreichen Bilder aus dem Mittelalter und der Renaissance informiert in übersichtlicher Weise ein Katalog. Das Buch bietet durch seine Verzeichnisse einen direkten Zugang zu Bildmotiven, Namen und Aufbewahrungsorten.

Der lateinische Grammatikunterricht umfasste seit der Antike Grammatik im engeren Sinne sowie Literatur. Unterricht und Schrifttum gehören daher in besonderer Weise zur Aussage der Bilder. In fünf Kapiteln werden die ikonographischen Typen der Grammatica vorgestellt. Neben den bekannteren Darstellungstypen als Lehrerin und Nährmutter klassifiziert die Autorin weitere Erscheinungsformen: So tritt Grammatica in zahlreichen Varianten in ihrer Funktion als Zugang zu den Wissenschaften auf. Auch im Zusammenhang mit Sapientia oder in mythologischen Zusammenhängen lassen sich neben allgemein gehaltener Symbolik signifikante Darstellungsweisen feststellen. Die Diskussion darüber enthüllt Ursachen und Darstellungsabsichten. In einem weiteren Schritt geht die Autorin auf Grammatica in den zahlensymbolisch begründeten Kombinationen der sieben freien Künste mit anderen Septenaren ein. Sie fasst ihre Erkenntnisse in einem entwicklungsgeschichtlichen Überblick über die Ikonographie der Grammatica zusammen.

Der angehängte Katalog enthält einhundertsechzig Einträge zu den behandelten Handschriften und Werken der Malerei, Skulptur und Graphik sowie anderer Techniken. Berücksichtigt wurden erhaltene oder gesichert dokumentierte Bildwerke, von der karolingischen Zeit bis zur Wende des Barock. Ein Orts- und Namensregister sowie ein ikonographisches Verzeichnis runden die Arbeit ab.

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