Doktorarbeit: Berücksichtigung ökologischer Qualität in der Produktentwicklung

Berücksichtigung ökologischer Qualität in der Produktentwicklung

Ein integrierter Planungsansatz

Qualitätsmanagement, Band 3

Hamburg 2003, 272 Seiten
ISBN 978-3-8300-0931-3 (Print)

Betriebswirtschaftslehre, Öko-Produkt, Ökologische Qualität, Produktentwicklung, Quality Function Deployment QFD, Total Quality Management TQM, umweltorientierte Produkte

Zum Inhalt

Klimaveränderungen und übermäßiger Ressourcenverbrauch als Folge wirtschaftlicher Aktivitäten haben deutlich werden lassen, dass auf Dauer ökologische Aspekte in der Ökonomie berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig wollen die meisten Menschen aber nicht auf ihren erreichten Lebensstandard verzichten. Im Lichte dieses Spannungsverhältnisses entwickelt die Verfasserin ein Konzept ökologischer Qualität. Dazu wird der Qualitätsbegriff des Total Quality Management (TQM) um Umweltaspekte erweitert.

Den Kern der Arbeit bildet die ökologieorientierte Produktgestaltung. Aufbauend auf den Anforderungen, die sich aus den Strukturdefekten der oben beschriebenen Planungssituation ergeben, wird ein Prozess entwickelt, der zu ökologisch verbesserten Produkten führt. Die Verfasserin greift für die Planung auf den Analytic Hierarchy Process, die Conjoint Analyse und das Quality Function Deployment (QFD) zurück. Die Ideengenerierung wird durch die Theorie erfinderischen Problemlösens (TRIZ) unterstützt. Der eigentliche Wert der Arbeit liegt dabei in der neuartigen Kombination dieser Instrumente.

Bewusst wird zunächst darauf verzichtet, die Anforderungen an das Produkt zu einem einzigen Bewertungsfaktor zu aggregieren, um die Informationen weitgehend vollständig zu erhalten. Eine Aggregation erfolgt erst im letzten Schritt der Alternativenbewertung durch eine Kombination von Fuzzy Logik und Kompromissprogrammierung. Die Eigenschaften dieser Verfahren ermöglichen es, sowohl die in der Marktforschung erhobenen Kundenanforderungen als auch Expertenurteile in die Auswahlentscheidung einzubeziehen. Die Kompromissprogrammierung wird zudem so ausgestaltet, dass die Entscheidungsregeln dem menschlichen Wahlverhalten nahe kommen.



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