Magisterarbeit: Wie Kriege enden

Wie Kriege enden

Die Reintegration von Soldaten in Nachkriegsgesellschaften

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 49

Hamburg 2002, 316 Seiten
ISBN 978-3-8300-0542-1 (Print)

Rezension

Der Autor versteht es, einige fest verankerte Mythen bezüglich der Veteranen verschiedener Kriege zu entkräften und aufzuzeigen, wie wichtig die gelungene Reintegration der Soldaten in die zivile Gesellschaft ist, um gesellschaftsspaltende Konflikte zu vermeiden. [...] Ihm kommt [...] das Verdienst zu, einen wichtigen und ertragreichen ersten Schritt unternommen zu haben.

Tipp der Redaktion ‘politik-buch.de‘, Februar 2003

Afghanistankrieg, Erster Weltkrieg, Konfliktforschung, Konfliktsoziologie, Kriegsopfer, Politik, Soziologie, Traumatisierung, Veteranen, Vietnamkrieg, Zweiter Weltkrieg

Zum Inhalt

Jeder Krieg hat Folgen. Soldaten, die aus dem Einsatz zurückkehren, sind eine solche Folge. Jede Gesellschaft muß sich ihren Veteranen stellen, ob sie will oder nicht. In der Geschichte der Kriege sind verschiedene Wege gegangen worden, Kriegsveteranen ins zivile Leben zurückzuführen. Am Beispiel der beiden Weltkriege, des Vietnam- und des Afghanistankrieges wird gezeigt, mit welchen Problemen, Konflikten und gesellschaftlichen Reaktionen amerikanische, deutsche und weißrussische Soldaten nach ihrer Rückkehr konfrontiert waren.

Der Autor liefert einen Beitrag zu einer Soziologie der Kriegsfolgenbewältigung. Wie teilt der Veteran seine Erlebnisse mit? Ist der Soldat Täter oder auch Opfer? Wann gilt der Soldat als schuldig, wann wird er entschädigt? Welche Rolle spielt die Öffentlichkeit? Sind Soldaten ein Risiko oder eine Chance für Gesellschaften nach Kriegen? Das Trauma des Krieges und der Krieger wird in diesem Buch ebenso beleuchtet wie die Mythen, die sich um Veteranen, wie etwa nach dem Vietnamkrieg, ranken.

Angereichert mit zahlreichen Tabellen, Abbildungen und einer umfangreichen Bibliographie wird ein Thema behandelt, das vermutlich - leider - auch in Zukunft nicht an Bedeutung verlieren wird.

Das Buch schließt mit der hochaktuellen Frage: „Der Krieg, der für die Veteranen mit Bitternis endete - wird er für die, die ihn nicht kennen, wieder süß schmecken?“



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