Forschungsarbeit: Dima Grinups: Überleben

Dima Grinups: Überleben

Teilbiographie eines lettischen KZ-Häftlings

Studien zur Zeitgeschichte, Band 20

Hamburg , 332 Seiten

ISBN 978-3-8300-0111-9 (Print)

Zum Inhalt

Die biografischen Aufzeichnungen von Dima Grinups vermitteln einen unmittelbaren Eindruck von einem persönlichen Schicksal im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit. Das Buch berichtet nicht nur - trocken, fast distanziert - von erschütternden Tatsachen, sondern es spiegelt auch die eigenen Erlebnisse und Empfindungen des Autors wider. Dem Leser begegnet der unterkühlt beobachtende Chronist, zuweilen auch der fühlende (Mit)Mensch in größter Not.

Dima Grinups wurde 1916 in Russland geboren. Sein Vater war Lette, seine Mutter Russin. Im Zusammenhang mit der Russischen Revolution zog die Familie nach Lettland, wo Grinups aufwuchs. In Riga erlebte er 1940 zuerst die russische Okkupation und danach die deutsche. Als er versuchte, nach Schweden zu fliehen, wurde er von der Gestapo festgenommen und in das KZ Stutthof in Polen gebracht. Es ist nahezu ein Wunder, dass er trotz all der Strapazen bis zum Kriegsende überleben konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er 1947 aus einem „Auffanglager“ für Balten in der britischen Besatzungszone Deutschlands als Flüchtling nach Schweden. Dort erreichte er sein Ziel: Er fand wieder mit seiner Frau aus Lettland zusammen und schaffte es, ein eigenes Unternehmen aufzubauen.

Nach einem Unfall 1973 mit dem Segelboot war Grinups für sein restliches Leben an den Rollstuhl gebunden. Er konnte jedoch die Manuskripte für drei Bücher abschließen, bevor er 1980 im Alter von 64 Jahren starb. Sein Buch „Überleben“, entstanden in einer geriatrischen Klinik in Karlskoga (Schweden), wird hier in deutscher Übersetzung einem größeren Lesepublikum zugänglich gemacht.

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