Doktorarbeit: Münzen und Denkmäler von und für Severus Alexander

Münzen und Denkmäler von und für Severus Alexander

Konstruktion eines Herrscherbildes

Studien zur Geschichtsforschung des Altertums, Band 45

Hamburg , 442 Seiten

ISBN 978-3-339-12660-3 (Print)
ISBN 978-3-339-12661-0 (eBook)

Zum Inhalt

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Dieses Buch befasst sich mit dem Herrscherbild von Severus Alexander sowie seiner kaiserlichen Repräsentation. Quellentechnisch liegt der Fokus auf den erhalten gebliebenen Denkmälern und Inschriften für diesen Kaiser sowie der numismatischen Überlieferung. Severus Alexander grenzte sich in verschiedener Hinsicht gezielt von seinem Vorgänger Elagabal ab. Zugleich orientierte er sich an Vorbildern aus der Regierungszeit des Septimius Severus und Caracalla oder griff sogar noch weiter zurückliegende Traditionslinien wieder auf. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend in seiner sakralen Repräsentation und deren Rezeption auf lokaler Ebene: Wie inszenierte der Kaiser sein Verhältnis zu bestimmten Gottheiten? Zu welchen Gottheiten propagierte er eine Nah- oder sogar Patronagebeziehung? Mit welchen Gottheiten wollte er sich selbst identifiziert wissen? Zur Klärung dieser Fragen lohnt eine nähere Untersuchung der Einbeziehung von Jupiter, Mars, Romulus und Sol in die sakrale Repräsentation des Severus Alexander. Auch müssen weitere Aspekte der sakralen Repräsentation, wie etwa die Implementierung kaiserlicher Tugenden (Pietas, Aequitas, Providentia etc.) und wünschenswerter Zustände (Felicitas, Pax, Salus etc.) in das Herrscherbild des Severus Alexander, beleuchtet werden. Ein besonderer Fokus liegt einerseits auf der Distanzierung von der sakralen Repräsentation des Elagabal, andererseits auf der gezielten Orientierung an Bildmotiven des Septimius Severus und seiner Söhne sowie der Wiederverwendung noch viel älterer Motive – gerade dadurch wird der konventionelle Charakter der sakralen Repräsentation des Severus Alexander deutlich. Der kaiserliche Tugendkanon findet zudem in Kaiserdarstellungen in der Reichsprägung Anklang: Auch auf diesem Gebiet lässt sich die Bevorzugung einer dezidiert konservativen Ikonographie konstatieren. Ganz gezielt werden Konzepte und Bildmotive aus dem ikonographischen Arsenal der Reichsprägung des Septimius Severus und seiner Söhne übernommen und bestimmte Aspekte von Elagabals Selbstdarstellung abgelehnt.

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