Dissertation: Housing Deprivation and Tenure Preference in European Housing Policies

Housing Deprivation and Tenure Preference in European Housing Policies

Studienreihe wirtschaftsrechtliche Forschungsergebnisse, Band 213

Hamburg 2020, 200 Seiten
ISBN 978-3-339-11904-9 (Print), ISBN 978-3-339-11905-6 (eBook)

Besitzverhältnis, Eigennutzung, Miete, Mietrecht, Wohnungsmangel, Wohnungspolitik

Zum Inhalt

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Im Zentrum der Wohnungsforschung steht die Wohnung. Eine Wohnung ist mehr als nur ein Gebäude, es ist der primäre Ort, an dem das Leben stattfindet. Daher ist es wichtig, dass eine Wohnung ein Qualitätsniveau bietet, das ein humanes Wohngefühl ermöglicht. Seit über einem Jahrhundert greifen die Regierungen in die Bereitstellung und den Erwerb von Wohnraum ein, und das Wohneigentum hat in den meisten europäischen Wohnungssystemen in der Wohnungspolitik im Allgemeinen eine größere Aufmerksamkeit erhalten. In der Zwischenzeit hat das Problem der schlechten Lebensbedingungen bei der Entwicklung von Systemen zur Subventionierung und Besteuerung von Wohnraum relativ wenig Beachtung gefunden. Während die Förderung des Wohneigentums nach wie vor hauptsächlich durch Subventions- und Steuerinstrumente betrieben wird, von großer Bedeutung ist die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Lebensbedingungen für alle Menschen, unabhängig davon, ob man Mieter oder Eigentümer ist.

Housing Deprivation and Tenure Preference in European Housing Policies berücksichtigt die Trennung zwischen der Wohnungspolitik der Regierungen und den tatsächlichen Lebensbedingungen von Haushalten, die unter Bedingungen schlechter Qualität leben. Informationen aus dem Forschungsprojekt Tenancy Law and Housing Policy in Multi-level Europe (TENLAW) werden mit Daten des statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) kombiniert, um Zusammenhänge zwischen der Wohnungspolitik zugunsten des Wohneigentums und dem Auftreten von schlechte Lebensbedingungen zu untersuchen. Nach einem Überblick über die historische Entwicklung der Wohnungspolitik werden wohnungspolitische Instrumente und Probleme im Wohnungsbau zusammengefasst. Um die These einer Korrelation zwischen der Präferenz für Wohneigentum und dem Mangel an Wohnqualität zu testen, wird eine Typologie vorgestellt, wobei die Länder anhand ihrer Präferenzstärke für die Förderung des Wohneigentums in Präferenztypen eingeteilt werden können. Der Vergleich der Wohnqualitätsentzugsraten bei diesen Präferenztypen führt schließlich zu Schlussfolgerungen über Zusammenhänge zwischen der Präferenz in der Wohnungspolitik eines Landes zugunsten des Wohneigentums und dem Auftreten von Wohnqualitätsentzug.



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