Dissertation: Kritisches Glossar zu medienästhetischen Motiven in Walter Benjamins Passagen-Werk

Kritisches Glossar zu medienästhetischen Motiven in Walter Benjamins Passagen-Werk

Studien zur Germanistik, Band 90

Hamburg 2020, 150 Seiten
ISBN 978-3-339-11856-1 (Print), ISBN 978-3-339-11857-8 (eBook)

Das Kunstwerk im Zeitalter der Reproduzierbarkeit, Das Passagen-Werk, Erwachen, Germanistik, Glossar, Medienästhetische Motive, Neue deutsche Literaturwissenschaft, Traum, Walter Benjamin

Zum Inhalt

Die Dissertation von Jong Yoon Yoo versteht sich als Motivforschung, medienästhetische Motive des Passagen-Werks von Walter Benjamin, nämlich Reklame, Panoptikum, Panorama, Photographie, Film und so weiter, sorgfältig zu untersuchen, und zwar unter besonderer Berücksichtigung seines möglichen Zusammenhangs mit dem Benjamins medientheoretische Schriften vertretenden Aufsatz Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Im Hinblick darauf hat der Verfasser der Dissertation zunächst versucht, die denkbarerweise auf Benjamins Medienästhetik bezogenen Teile des Passagen-Werks herauszufinden und parallel dazu eine konzentrierte Analyse der ausgesuchten Textstellen durchzuführen. Damit wird es dann unternommen, das Verhältnis zwischen dem Passagen-Komplex und dem Kunstwerk-Aufsatz unter die Lupe zu nehmen.

Angesichts der vielschichtigen Thematik des Passagen-Werks wurden seine medienästhetischen Aspekte bislang noch nicht ausreichend beleuchtet. Doch darin erscheinen sehr öfters Textstellen, die mit einzelnen medialen Formen und Benjamins Überlegungen darüber (un)mittelbar zusammenhängen. Das Passagen-Werk befindet sich in der Mitte Benjamins späterer Schriften, die zum größten Teil durch seinen gedanklichen Umbruch in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts geprägt sind. Mit anderen Worten haben viele von den Benjaminschen Schriften nach der Einbahnstraße beim Nachdenken über ihre Entstehung mehr oder weniger mit dem Passagen-Werk zu tun.

Die durch diese Untersuchungsarbeit gewonnenen Ergebnisse sind wie folgt von Relevanz für die Benjamin-Forschung: Als (selbst)kritische Reflexion bietet sie unter anderem neue, nützliche Erkenntnisse über medienästhetische Motive des Passagen-Werks und seine enge Verbindung mit dem Kunstwerk-Aufsatz. Durch den Versuch, hilfreiche Impulse für die wissenschaftliche Diskussion um das Passagen-Werk und darüber hinaus Benjamin selbst zu geben, kann sich diese Dissertation letztendlich auch als dafür fördernd erweisen, noch einmal über die gegenwärtigen medialen Verhältnisse nüchterne Betrachtungen anzustellen.



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