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Dissertation: Identitäten in Digitalität vom „digital lifestyle“ zu „design your life“

Identitäten in Digitalität vom „digital lifestyle“ zu „design your life“

Generation und politische Kultur im Zeichen gewandelter Lebenswelten in Deutschland im Digitalitäts-Diskurs in Werbung

POLITICA - Schriftenreihe zur politischen Wissenschaft, Band 112

Hamburg 2018, 278 Seiten
ISBN 978-3-339-10326-0

Design, Digitalisierung, Digitalität, Diskursanalyse, Generation, Identität, Lebensstilpolitik, Lebenswelten, Politikwissenschaft, Politische Kultur, Politischer Konsum, Postmoderne, Soziologie, Werbung, Wissenssoziologie

Zum Inhalt

Diskurse (mediale wie wissenschaftliche) des 21. Jahrhunderts sind geprägt von Schlagwörtern wie „digitale Transformation“ oder „digitale Disruption“. Mit einem stark technikfixierten Fokus beschreibt Digitalisierung Veränderungen in Handlungssystem und Lebenswelt gleichermaßen. Digitalität (nach Castells und Stalder) ist die Weiterentwicklung von Digitalisierung und meint mehr.

In „Identitäten in Digitalität“ wird der Prozess der immer mehr zunehmenden digital-analogen Verknüpfung vom „digital lifestyle“ hin zum „design your life“ verdeutlicht. Am Beispiel des Digitalitäts-Diskurses in Werbung führender IKT-Firmen werden soziale Zusammenhänge in Form von Identitäts-Formationen nachgezeichnet.

Hierbei wird die Methode der Wissenssoziologischen Diskursanalyse nach Reiner Keller mit Hilfe der Transkription nach Feldpartitur auf den Untersuchungsgegenstand Videospot angewendet. Im Digitalitäts-Diskurs in Werbung können inhaltliche Strukturen in Form von Klassifikationen und Deutungsmuster nachgezeichnet werden. Diese lassen Rückschlüsse auf Identitäts-Formationen zu und strukturieren einen oftmals unübersichtlichen Diskurs.

Politische Kultur als Form von Identitäts-Beschreibungen in Digitalität im „design your life“ ist geprägt von Individualisierung („Wertschätzung von Mitbestimmung und Meinungsfreiheit“), Vernetzung („Wertschätzung für Mitmenschen“) und Ästhetik („Wertschätzung für Leben“ und die zur Schau Stellung der Wertschätzungen und Techniknutzung).

Damit sind die rasenden Geschwindigkeiten von Veränderungen von Lebenswelt und Handlungssystem in fragmentierten medialen Diskursen abbildbar und eine kritische Perspektive ist möglich. Digitalität eröffnet somit eine neue Forschungsperspektive in Anschluss an die Befunde zur Postmoderne im 20. Jahrhundert. Somit bietet die Studie Impulse für Wissenschaft und Praxis, um den einseitigen Digitalisierungs-Begriff zu überwinden.

Link des Autors

Digitalität statt Digitalisierung

    

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