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Doktorarbeit: Subjektivität im Rahmen von Performance Measurement Systemen

Subjektivität im Rahmen von Performance Measurement Systemen

Eine agency-theoretische Analyse der Auswirkungen von Bias in Anreizsystemen

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 150

Hamburg 2017, 656 Seiten
ISBN 978-3-8300-9351-0

Controlling, Performance Measurement System, PMS, Subjektive Performancemessung, Literaturanalyse, Leniency-Bias, Centrality-Bias, LEN-Modell, Bonuspool, Agency-Theorie, Anreizsysteme, Soziale Präferenzen

Zum Inhalt

Performance Measurement Systeme (PMS) leisten in der Unternehmens­praxis einen bedeutsamen Beitrag zur Erreichung der Unternehmens­ziele. Im Sinne eines Anreizsystems obliegt es ihnen, die Performance dezentraler Handlungsträger adäquat zu messen und zu vergüten. Ungeachtet ihrer Relevanz besteht weiterer Erkenntnisbedarf hinsichtlich ihrer konkreten Ausgestaltung in den jeweiligen Unternehmen. Insbesondere stellt sich die Frage, wie PMS auszugestalten sind, um dezentrale Handlungsträger zu einem unternehmenszielkonformen Verhalten im Sinne der Verhaltenssteuerungsfunktion des Controllings zu bewegen.

Das Ziel der Publikation besteht in der Untersuchung ausgewählter Aspekte der Funktionsweise von PMS. Dazu werden zwei verschiedene Forschungsstrategien verwendet: Zum einen eine Literaturanalyse und zum anderen eine formal-analytische Modellierung. Während die Literaturanalyse eine systematische Erschließung der Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der PMS vornimmt, bilden systematische Leistungs­verzerrungen in Form der sog. Leniency- und Centrality-Bias den Fokus der formal-analytischen Untersuchung.

Gegenstand der Literaturanalyse sind Beiträge, welche im Zusammen­hang mit PMS in einschlägigen internationalen Fachzeitschriften publiziert worden sind. Diese werden mithilfe einer systematischen Literatur­recherche identifiziert und auf der Grundlage einer quantitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die formal-analytische Untersuchung umfasst eine agency-theoretische Modellierung von Bias, d.h. einer verzerrten subjektiven Leistungsevaluierung seitens eines Vorgesetzten. Gegenstand der Untersuchung sind die Konsequenzen von Leniency- und Centrality- Bias auf die Wirkungsweise von PMS. Der wesentliche Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Kontextfaktoren der Leistungsmessung, die Einfluss auf die Auswirkungen von Bias nehmen können.



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