: Verfahren zur Entwicklung von Naturschutz-Vorrangflächen für landwirtschaftliche Standorte

Verfahren zur Entwicklung von Naturschutz-Vorrangflächen für landwirtschaftliche Standorte

AGRARIA – Studien zur Agrarökologie, Band 2

Hamburg , 150 Seiten

ISBN 978-3-925630-74-3 (Print)

Zum Inhalt

Die Ziele des Naturschutzes können durch die Konservierung von möglichst unberührten Resträumen nicht genügend erfüllt werden, da dieser Vorrat an Fläche zu klein ist. Also müssen die genutzten Flächen – und von ihnen besonders die der Landwirtschaft als umfangmäßig größter Nutzer – Beiträge zum Naturschutz leisten. Dabei entsteht die Frage, wie solche Beiträge konkret zu erfassen sind. Die Autorin entwickelt dazu ein Bewertungsverfahren. Mit ihm wird das Vegetationspotential einer Fläche und der sich daraus ergebende mögliche Beitrag für den Naturschutz ermittelt. Dieser ist wiederum die Grundlage für die Ausweisung von Naturschutz–Vorrangflächen, die zwar landwirtschaftlich genutzt werden, aber – wie der Name sagt – vorrangig dem Naturschutz dienen. Zu dieser Funktion müssen sie durch bestimmte Maßnahmen hingeführt werden, wie sie ebenso in ihr nur durch extensive Formen der Landbewirtschaftung zu halten sind. Auch darüber gibt das Buch Auskunft.

Die Ermittlung des Vegetationspotentials erfolgt durch die Auswertung der wissenschaftlichen Grundlagen und die Diskussion der oft noch kontroversen Ergebnisse der wissenschaftlichen Literatur zu den möglichen Beiträgen zum Naturschutz. Das bereichert die theoretische Auseinandersetzung. Es wird dann aber auch ein Weg verfolgt, die Bewertung auf vorhandenen Grundlagen für jedermann nachvollziehbar vorzunehmen. In dieser Anwendungsfreundlichkeit dürfte der praktische Wert des Buches bestehen. Das Instrumentarium der Landnutzungsanalyse und der Planung für Landwirtschaft und Naturschutz erfährt eine schätzenswerte Verbesserung. Die Bemühungen um einen flächenmäßig ausgedehnten Naturschutz werden konkretisiert. Deswegen ist dem entwickelten Verfahren eine breite praktische Anwendung, die schon in einem Beispiel dokumentiert wird, zu wünschen.

(Nach dem Vorwort von Prof. Dr. Hartwig Spitzer, Gießen)

Ihr Werk im Verlag Dr. Kovač

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