Dissertation: Die Bewertung der Steuerstrategie von Unternehmen

Die Bewertung der Steuerstrategie von Unternehmen

Eine empirische Analyse anhand börsennotierter Unternehmen

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre in Forschung und Praxis, Band 116

Hamburg 2017, 262 Seiten
ISBN 978-3-8300-9468-5 (Print & eBook)

Betriebswirtschaft, Börsennotiert, Steuerbelastungshöhe, Steuerbelastungsschwankungen, Steuerlehre, Steuern, Steuerrisiko, Steuerstrategie, Steuerunsicherheit, Unternehmenswert

Zum Inhalt

Geht man davon aus, dass Investoren beim Kauf von Unternehmensanteilen eine Maximierung der aus dieser Beteiligung erzielbaren Cash Flows anstreben, sind bei der Bewertung von Unternehmen Steuerbelastungen zu berücksichtigen. Steuern reduzieren zunächst den nachsteuerlichen Cash Flow aus der Beteiligung. Dieser Zusammenhang legt die Vermutung nahe, dass eine Reduktion der Steuerbelastung regelmäßig mit einem Anstieg des Unternehmenswertes einhergehen sollte. Die empirische Forschung zeigt aber, dass das nicht durchweg der Fall ist. Hierfür gibt es verschiedene Erklärungen. So ruft Steuerplanung zusätzliche Personalkosten hervor. Zudem können besonders geringe Konzernsteuerquoten Reputationskosten auslösen, wie die medial intensiv betrachteten Fälle von Amazon und Apple etc. zeigen.

Bisherige Untersuchungen – ebenso wie Aussagen der CFOs zahlreicher Großunternehmen – legen nahe, dass Steuerunsicherheit aus unternehmerischer Sicht teilweise als bedeutender und damit problematischer angesehen wird als das Niveau der Steuerbelastung. Es ist zu vermuten, dass Unternehmen dazu tendieren, allzu starke Schwankungen der Steuerlast in einzelnen Ländern zu vermeiden, um einerseits steuerliche Risiken gering zu halten und andererseits Investoren keine erklärungsbedürftigen Schwankungen zu präsentieren, die Rechtfertigungsdruck auslösen könnten und es zugleich erschweren, zukünftige Steuerbelastungen zu schätzen.

Da in der Literatur bislang vorwiegend der Einfluss der Höhe der Zahlungsüberschüsse, der Kontinuität der Zahlungsüberschüsse und der Höhe der Steuerbelastung auf den Unternehmenswert betrachtet wurden, nicht hingegen der Einfluss von Steuerbelastungsschwankungen adressiert wurde, geht die Untersuchung dieser und verwandten Fragen empirisch nach.



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