Coverabbildung: Doktorarbeit, „Das Projekt einer transatlantischen Freihandelszone“ von Alois Maichel

Alois Maichel Das Projekt einer transatlantischen Freihandelszone

Konzepte, Folgerungen und potentielle globale Implikationen

Hamburg 2015, 344 Seiten

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Zum Inhalt

Unter Zuhilfenahme des in dieser Studie entwickelten, sog. „Sensitivitätsansatzes“ wurde der Versuch einer Quantifizierung der prospektiven Handels- und Wohlfahrtseffekte für die an der TAFTA/TTIP1 beteiligten Partner unternommen. Dabei hat sich ergeben, dass zugunsten der EU deutlich höhere wohlfahrtssteigernde Effekte entstehen würden als für die USA, und zwar insbesondere dann, wenn es ebenfalls zu einer Absenkung der nicht-tarifären Handelshemmnisse kommen würde.

Anhand des ebenfalls in der Studie entwickelten sog. „Importeffekt-Ansatzes“ erfolgte auch eine Abschätzung der präsumtiven positiven und negativen ökonomischen Auswirkungen aus der geplanten EU-USA-Freihandelszone für eine Auswahl bedeutender, nicht-beteiligter Volkswirtschaften. Aufgrund der im Verhältnis zu den USA und der EU eher kompetitiven Produktionsstrukturen von China und Japan, in Teilen aber auch von Indien, weisen die Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass sich tendenziell spürbare handelsumlenkende Effekte zulasten der Exporteure aus den vorgenannten Ländern einstellen dürften. Im Falle Brasiliens und Russlands überwiegen dagegen in den bisherigen bilateralen Exportbeziehungen mit der EU bzw. den USA eher Warengruppen von vorwiegend komplementärem Charakter, so dass für diese Länder im Gefolge einer etwaigen TAFTA überwiegend handelsschaffende Effekte zu erwarten sind.

Schließlich wurde anhand eines sog. „Freihandelszonen-Erweiterungs-Tableaus“ analysiert, inwieweit Drittstaaten im Hinblick auf ihre politökonomische Geeignetheit eingeordnet werden können, sich zu einem späteren Zeitpunkt mit einer TAFTA/TTIP zu assoziieren oder dieser sogar beizutreten.

Mit der Errichtung einer transatlantischen Freihandelszone (TAFTA) zwischen der EU und den USA entstünden zugunsten der EU deutlich höhere wohlfahrtssteigernde Effekte als für die USA.
Zunächst überwiegen die Argumente, welche zugunsten einer transatlantischen Freihandelszone sprechen – insbesondere dann, wenn nicht nur die verbliebenen Zollschranken abgebaut, sondern auch die nicht-tarifären Handelshemmnisse spürbar abgesenkt werden.

1 TAFTA (Transatlantic Free Trade Agreement) und TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) werden hier synonym für das geplante transatlantische Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA verwendet.

Bibliografische Daten

Autor Alois Maichel
Titel Das Projekt einer transatlantischen Freihandelszone
Untertitel Konzepte, Folgerungen und potentielle globale Implikationen
Seiten 344
Erscheinungsjahr 2015
Erscheinungsdatum 27.07.2015
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-8669-7
eISBN (eBook) 978-3-339-08669-3
Schriftenreihe Wirtschaftspolitik in Forschung und Praxis
Band 74

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