Dissertation: Zur Didaktik der Fachsprachen – mit besonderer Berücksichtigung des Deutschen als Wirtschaftssprache

Zur Didaktik der Fachsprachen –
mit besonderer Berücksichtigung des Deutschen als Wirtschaftssprache

LINGUA – Fremdsprachenunterricht in Forschung und Praxis, Band 29

Hamburg 2015, 318 Seiten
ISBN 978-3-8300-8260-6 (Print), ISBN 978-3-339-08260-2 (eBook)

Didaktik, Fachsprache, Fachsprache der Wirtschaft, Fachsprachenunterricht / Technik, Interkulturelle Kommunikation, Linguistik, Unternehmenskultur, Wirtschaftsdeutschunterricht, Wirtschaftskommunikation, Wissenstransfer

Zum Inhalt

deutsch | english

Das Buch befasst sich mit der Untersuchung der Didaktik der Fachsprachen und widmet sich vor allem der deutschen Wirtschaftssprache. Die Fachkommunikation gewinnt heutzutage immer mehr an gesellschaftlicher Bedeutung dank der sich rasch verbreitenden Fachinformation, den stetig wachsenden internationalen Kontakten, dem Austausch und den Kooperationen im technischen, wissenschaftlichen, kulturellen und vor allem wirtschaftlichen Bereich. Dadurch verändern sich auch die Anforderungen an die Sprachvermittlung in Schule, Universität und Beruf, wo die fachsprachlichen Kommunikationsweisen beim Zugang zur Fachinformation und beim Wissenstransfer unentbehrlich sind.

Die Fachsprachenperspektive ist (im Unterschied zu der allgemeinsprachlichen) stark anwendungsorientiert und bezieht sich auf fachliche Gegenstände, Vorgänge und Situationen. Sie blickt außerdem auf berufsrelevante Einsatzmöglichkeiten von Sprache über den begrenzten Rahmen eines allgemeinen Sprachunterrichts hinaus. Die Nachfrage nach Fachsprachenunterricht ist in den letzten Jahren eindeutig gestiegen. Vor allem im Kontext der Dominanz der englischen Sprache, deren Kenntnis eine eindeutige Voraussetzung für die berufliche Entwicklung darstellt, bedeutet das Beherrschen der deutschen Sprache einen klaren und nicht zu vernachlässigenden Pluspunkt. Dies geschieht vor allem im Hinblick auf die viel thematisierte und zunehmende Globalisierung und auf Umstände wie berufliche Mobilität, Schul- und Hochschulwechsel, Tourismus usw. Auch der Bedarf an Experten mit fachsprachenbezogenen kommunikativen Fertigkeiten, Mittlern mit Fachsprachenkenntnissen und Fachleuten für fachsprachliche Unterweisung steigt, deshalb ist Fachsprachenforschung im weitesten Sinne notwendig, um die für die Optimierung der Kommunikation erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Weltweit wird die Zahl der Lerner, die allgemeinsprachlich ausgerichtetes Deutsch lernen, abnehmen. Man unterrichtet und lernt Deutsch zunehmend aus praktischen Erwägungen. Bestimmend für diese Entscheidung sind weniger allgemein bildungspolitische Beweggründe, als der konkrete Nutzen, den der Erwerb der deutschen Sprache bringt. Dies führt dazu, dass der Bedarf zunehmend durch die Berufs- bzw. Aus- und Fortbildungsziele der Lerner bestimmt wird. Im konkreten Fall bedeutet dies, dass das Angebot an DaF-Unterricht um so wahrscheinlicher angenommen wird, je enger es sich an beruflichen, d. h. Aus- und Fortbildungszielen orientiert.



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