Doktorarbeit: Die Auswirkungen der „Bankenabgabe“ auf die Unternehmensberichterstattung deutscher Kreditinstitute

Die Auswirkungen der „Bankenabgabe“ auf die Unternehmensberichterstattung deutscher Kreditinstitute

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 129

Hamburg 2014, 492 Seiten
ISBN 978-3-8300-8075-6 (Print & eBook)

Bankenabgabe, Externe Unternehmensberichterstattung, Finanzkrise, Finanzmarktkrise, IFRS, Jahresabschluss, Kreditinstitute, Lagebericht, Restrukturierungsfonds, Restrukturierungsfondsgesetz

Zum Inhalt

Als Reaktion auf die weltweite Finanzkrise hat der deutsche Gesetzgeber im Jahr 2011 den sog. Restrukturierungsfonds eingeführt. Dieser soll Banken bei künftigen Schieflagen unterstützend zur Seite stehen. Gespeist wird der Fonds durch Beiträge der deutschen Kreditinstitute, die sog. „Bankenabgabe“, wodurch die Banken die von ihnen verursachten Schäden selbst finanzieren sollen.

Aus Sicht der externen Unternehmensberichterstattung stellen sich Überlegungen hinsichtlich der Behandlung der Bankenabgabe in Jahresabschluss und Lagebericht. Diese Abhandlung beantwortet diese Fragen einerseits aus normativer Sicht. Dabei werden die Auswirkungen der Bankenabgabe sowohl auf Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang als auch den Lagebericht vor dem Hintergrund der Rechnungslegungsvorgaben von HGB und IFRS diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit erfordert dabei die Frage nach dem Zeitpunkt der Aufwandserfassung des Beitrags zum Restrukturierungsfonds sowie die Wahl der Aufwandsposition innerhalb des Gliederungsschemas der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Rahmen der Lösungsfindung werden dabei die einschlägigen Rechnungslegungsnormen sowie Vorgaben zur Behandlung ähnlicher Sachverhalte, bspw. aus dem Bereich der Einlagensicherung, herangezogen.

Andererseits betrachtet die Autorin zusätzlich die Vorgehensweise deutscher Banken in der Praxis hinsichtlich der Behandlung und Abbildung der Bankenabgabe. Dieser empirischen Untersuchung liegen die Jahresabschlüsse und Lageberichte 450 deutscher Universalbanken, sowohl Kreditbanken, Sparkassen als auch Genossenschaftsbanken, der Geschäftsjahre 2011 – dem Jahr der erstmaligen Erhebung der Bankenabgabe – und 2012 zugrunde. Neben einer quantitativen und qualitativen Analyse der in den untersuchten Berichtselementen vorhandenen Angaben mit Bezug zur Bankenabgabe kommt dabei ein Scoring-Modell zum Einsatz. Des Weiteren erfolgt eine Untergliederung der Ergebnisse hinsichtlich der angesprochenen Säulen des Universalbankensystems und drei verschiedener Größenklassen der eingeschlossenen Kreditinstitute.

Als abschließende Leitlinien für den praktischen Einsatz werden sog. „Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung zur Bankenabgabe“ formuliert. Diese fassen die Behandlung der Bankenabgabe in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht knapp zusammen.



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