Doktorarbeit: Das CAPM und die höheren Momente am deutschen Aktienmarkt

Das CAPM und die höheren Momente am deutschen Aktienmarkt

Finanzmanagement, Band 102

Hamburg 2013, 260 Seiten
ISBN 978-3-8300-7492-2 (Print & eBook)

3-Momente-CAPM, A. Kraus, Aktienmarkt, CAPM, E. Fama, GRS-Test, Kapitalmarktanomalien, Kr. French, M. Carhaxt, Momentum-Efekt, Multi-Faktorenmodell, R. Lilzenberger, Renditen, Size-Effekt, Value-Effekt, Vermögensanlage

Zum Inhalt

In diesem Werk wird die Gültigkeit des Capital Asset Pricing Modells (CAPM) von Sharpe, Lintner und Mossin und die Erklärungskraft alternativer Bewertungsmodelle überprüft. Eine wichtige Annahme des Modells sind normalverteilte Renditen. Ist diese Bedingung erfüllt, können die Präferenzen eines Investors vollständig durch die beiden ersten Momente der Renditeverteilung (Renditeerwartungswert und Varianz) beschrieben werden. Sind die Renditen jedoch nicht normalverteilt so könnten auch die höheren Momente (Schiefe und Kurtosis) eine Rolle in der Beschreibung der Investorenpräferenzen spielen.

Deshalb werden drei grundlegende Fragenkomplexe bearbeitet.

1) Lassen sich die Renditen deutscher Aktien besser durch das 3-Momente CAPM bzw. das 4-Momente CAPM oder mit dem (Standard) CAPM erklären. Dafür werden zunächst die theoretischen Grundlagen sowohl für das 3-Momente CAPM als auch das 4-Momente CAPM dargestellt. Anschließend werden die Modelle mit Hilfe von Regressionsanalysen auf ihre Erklärungskraft hin überprüft.

2) Bei empirischen Analysen des CAPM hat sich immer wieder gezeigt, dass die Renditen von gering kapitalisierten Unternehmen nicht oder nur schlecht erklärt werden können. Deshalb wird der Frage nachgegangen, ob mit Hilfe der Koschiefe bzw. der Kokurtosis die Renditen der Aktien von Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung besser als mit dem CAPM erklärt werden können.

3) Seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts konnten neben der Überschussrendite des Marktes weitere Faktoren (Anomalien) zur Erklärung wertpapierspezifischer Renditen gefunden werden. Diese sind: der Size- (Größen-) Effekt, der Value- (Substanz-) Effekt und der Momentum-Effekt. Im dritten Teil der Studie wird deshalb der Frage nachgegangen, ob zum einen die Koschiefe und die Kokurtosis Komplementäre oder Surrogate für diese Anomalien sind und zum anderen ob das 3-Faktorenmodell von Fama und French bzw. das 4-Faktorenmodell von Carhart zur Erklärung wertpapierspezifischer Renditen beitragen können.

Abschließend werden mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse Empfehlungen für die praktische Vermögensanlage gegeben.



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