Doktorarbeit: Karl der Große in den Schulgeschichtsbüchern des Königreichs Bayern

Karl der Große in den Schulgeschichtsbüchern des Königreichs Bayern

Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 70

Hamburg , 640 Seiten

ISBN 978-3-8300-6739-9 (Print)
ISBN 978-3-339-06739-5 (eBook)

Zum Inhalt

Das Werk beschäftigt sich mit dem Bild Karls des Großen in den Schulgeschichtsbüchern des Königreichs Bayern. Interessant ist dieser historische Zeitraum deswegen, weil hier starke historische Umbrüche zu verzeichnen sind. Das Heilige Römische Reich deutscher Nation hatte ein Ende gefunden und die Deutschen suchten nach einer neuen staatlichen Klammer. Daneben strebten vor allem die Fürsten der deutschen Mittelstaaten wie Bayern danach ihren Machtzuwachs und ihre Herrschaftsposition zu sichern. Schließlich entstand 1871 mit dem Deutschen Kaiserreich ein deutscher Nationalstaat, in dem sich Bayern neu positionieren musste.

In Bayern versuchten die Wittelsbacher ein starkes Staatsbewusstsein in allen bayerischen Bevölkerungsteilen, egal ob alt- oder neubayerisch, zu generieren. Dem Geschichtsunterricht kam hier eine besondere Rolle zu und über die Lehrerbildung, Lehrpläne und die Schulbuchzulassung konnte die Monarchie auf das Geschichtsbild einwirken. Interessant in diesem Kontext ist es jedoch auch, inwiefern die Wissenschaft und die außerwissenschaftliche Geschichtskultur, hier sei an die Sagentradition und vieles mehr gedacht, das Geschichtsbild beeinflusst haben. Untersucht wird dieses Spannungsfeld an der Figur Karls des Großen, da sie stets präsent und für die europäische sowie deutsche Geschichte von größter Bedeutung war. Für die Bayern ergab sich im Zusammenhang mit Karl dem Großen eine besondere Situation: Karl der Große integrierte Bayern in das Frankenreich und es wurde dadurch zu einem bedeutenden Teil der deutschen Geschichte. Jedoch setzte der Frankenherrscher dem bayerischen Herrscherhaus der Agilolfinger und der bayerischen Unabhängigkeit ein Ende. Wie wurde mit diesem Herrscher umgegangen?

Entsprechend der nachgezeichneten Rahmenbedingungen werden die Lehrerbildung, die Schulbuchzulassung, das außerwissenschaftliche und wissenschaftliche Karlsbild untersucht und dargestellt. Im Anschluss werden die bayerischen Geschichtsschulbücher in Augenschein genommen. Dabei stehen die zugelassenen Bücher im Vordergrund, da sich hier der Gestaltungswille der Obrigkeit widerspiegelt. Für den Untersuchungszeitraum des Vormärz wurde der Kanon auf bedeutende, nicht zugelassene Geschichtsschulbücher erweitert, weil hier die Schulbuchzulassung noch nicht durchgreifend war. Schließlich werden die Erkenntnisse zusammengeführt, um aufzuzeigen, welches Bild Karls des Großen in den Schulgeschichtsbüchern präsent war und durch was dieses maßgeblich beeinflusst wurde.

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