Doktorarbeit: Die Rechtsstellung der Eltern und die Rechtslage verstorbener Kinder im Falle von Fehlgeburt und Schwangerschaftsabbruch

Die Rechtsstellung der Eltern und die Rechtslage verstorbener Kinder im Falle von Fehlgeburt und Schwangerschaftsabbruch

Medizinrecht in Forschung und Praxis, Band 23

Hamburg , 370 Seiten

ISBN 978-3-8300-4943-2 (Print)
ISBN 978-3-339-04943-8 (eBook)

Zum Inhalt

Die Bestattungsrechtslage im Hinblick auf Fehlgeburten, Totgeburten und Leibesfrüchte aus Schwangerschaftsabbrüchen ist seit Ende der 1990er Jahre gesetzgeberischen Änderungen unterworfen. Teilweise anknüpfend an bereits vielerorts in Deutschland praktizierte gemeinschaftliche Bestattungen dieser Kinder statuierten viele Landesgesetzgeber weitergehende Rechte und Pflichten betroffener Eltern.

Die Verfasserin fasst zunächst die in Deutschland bestehende unübersichtliche Rechtslage mit Stand Februar 2009 zusammen und bringt diese in eine Übersicht. Angeknüpft wird dabei an die Einteilung von Embryonen und Föten nach Gewicht oder Schwangerschaftsalter. Die Untersuchung der Verfassungsmäßigkeit der einzelnen landesrechtlichen Vorschriften unter verschiedenen Gesichtspunkten schließt sich an. Im Fokus stehen insbesondere die zum Teil bei 500 Gramm, zum Teil bei 1.000 Gramm Geburtsgewicht angesiedelten Gewichtsgrenzen toter Leibesfrüchte und eine sich hieran orientierende Trennung in Bestattungszwang und Bestattungsrecht. Kritisch betrachtet werden auch die zum Teil in einigen Landesgesetzen noch vorgesehene „Beseitigung“ dieser Leibesfrüchte, die Bestattungspflicht medizinischer Einrichtungen, die Behandlung abgetriebener Leibesfrüchte im Bestattungsrecht und die Verwendung toter Leibesfrüchte zu medizinischen, pharmazeutischen und / oder wissenschaftlichen Zwecken. Im Rahmen der Rechtsstellung der Eltern setzt sich die Verfasserin insbesondere mit einer teilweise von den Gesetzgebern vorgesehenen Pflicht der medizinischen Einrichtung, Eltern über ihr Bestattungsrecht und einen unter Umständen bestehenden Bestattungszwang zu informieren, auseinander.

Das Buch enthält einen Anhang, der die wesentlichen gesetzlichen Vorschriften auszugsweise wiedergibt. Die Verfasserin legte großen Wert auf einen nahen Praxisbezug. Es erfolgten Recherchen bei verschiedenen Vereinen der „Verwaisten Eltern“ in Deutschland sowie der „Initiative Regenbogen“, Seelsorgern, Hebammen und Trauerbegleitern.

Die Verfasserin referierte im November 2009 in München auf der Fachtagung „Wenn das Leben mit dem Tod beginnt“ zum frühen Tod von Kindern in der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der ersten Zeit nach der Geburt, initiiert vom Verein „Verwaiste Eltern München e.V.“.

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