Doktorarbeit: In (die) Zukunft arbeiten

In (die) Zukunft arbeiten

Über die Bedeutung von Beschäftigungsfähigkeit und die Wirksamkeit regionaler Netzwerkstrukturen zur Integration älterer Erwerbsfähiger in den Arbeitsmarkt am Beispiel der Initiative ‘50plus in Oberfranken‘

Studien zur Berufs- und Professionsforschung, Band 2

Hamburg 2009, 364 Seiten
ISBN 978-3-8300-4752-0 (Print & eBook)

Ältere Erwerbsfähige, Arbeitsmarktinitiative, Arbeitsmarktpolitik, Berufsforschung, Beschäftigungsfähigkeit, Betriebliche Weiterbildung, Langzeitarbeitslosigkeit, Lebenslanges Lernen, Netzwerk für Beschäftigung, Sozialwissenschaft, Soziologie, Subjektive Verantwortung

Zum Inhalt

Die stabil hohen Arbeitslosenzahlen Älterer beschäftigen seit Jahren die Wissenschaftler und Arbeitsmarktpraktiker. Der demographische Wandel – das Schreckgespenst von einer hoffnungslos überalternden Gesellschaft – verstärkt die Sorge um das labile Renten- und Sozialsystem. Die Politik kontert mit der Erhöhung des Renteneintrittsalters. Damit versucht sie etwas zu erzwingen, was sich nicht erzwingen lässt: Beschäftigung bis 67 wo bisher häufig schon mit 50 Jahren die Langzeitarbeitslosigkeit droht.

Schilderungen der aktuellen Arbeitsmarktentwicklungen sowie die Erörterung von Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Akteure zeigen den dringenden Handlungsbedarf auf allen Ebenen. Neben betrieblichen Ansätzen werden auch politische aktuelle Arbeitsmarktinitiativen diskutiert und gleichzeitig die Aussichten für jeden einzelnen Menschen als freies und für sich selbst verantwortliches Individuum aufgezeigt. Neben den subjektiven Voraussetzungen für ein „Gesamtkunstwerk Ich“ bildet eine Betrachtung über Wahrnehmung und Selektionsmechanismen die Argumentationsgrundlage.

Die Studie untersucht anhand einer umfangreichen Auswertung die Auswirkungen einer arbeitsmarktpolitischen Initiative. Im Vordergrund steht die Wirksamkeit regionaler Netzwerkstrukturen auf die Beschäftigungschancen Älterer. Verzeichnet werden dabei Tendenzen und Auswirkungen einer zunehmenden Verlagerung der Verantwortung für eine dauerhafte Beschäftigungsfähigkeit hin zu den Individuen: Das „unternehmerische Selbst“ als Realfiktion des 21. Jahrhunderts.

Zur Autorin

Claudia Serwill (geb. in Leipzig) studierte Allgemeine Pädagogik, Politikwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Passau. Nach ihrem Studium begleitete sie einige Jahre das Projekt zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei der HUK-COBURG. Zusätzlich ergab sich durch Kontakte zur Coburger Regionalinitiative „50plus in Oberfranken e.V.“ die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Das Buch verfasste sie im Rahmen eines Promotionsstudiums im Fach Allgemeine Pädagogik der Universität Passau.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

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