Doktorarbeit: Großbritanniens Balkandilemma

Großbritanniens Balkandilemma

Die britische Balkanpolitik von der bosnischen Krise bis zu den Balkankriegen 1908–1913

Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 61

Hamburg 2009, 302 Seiten
ISBN 978-3-8300-4741-4 (Print & eBook)

Balkan, Balkankriege, Bosnische Krise, Britische Außenpolitik, Britische Geschichte, Geschichtswissenschaft, Großbritannien, Londoner Botschafterkonferenz, Orientalische Frage, Osmanisches Reich, Sir Edward Grey, Südosteuropa, Zeitalter des Imperialismus

Zum Inhalt

In dieser ersten Monographie über die britische Vorkriegspolitik auf dem Balkan bilden die bosnische Krise 1908/09 und die Balkankriege 1912/13 die Hauptstationen. Damit wird eine bedeutende Forschungslücke endlich geschlossen.

Wenn sich der britisch-deutsche Antagonismus in Europa auch immer mehr herauskristallisierte, so lag auf dem Balkan für London ein Optionsproblem ganz anderer Art vor: Hier ging es darum, gleichzeitig gute Beziehungen zum Ententepartner Russland und zu dessen traditionellem Gegner, dem Osmanischen Reich, zu unterhalten; ein Dilemma, das im instabilen Balkanraum nicht von Dauer sein konnte. Die Option fiel klarer aus als erwartet: Im Zuge der Balkankriege verabschiedete sich Großbritannien zugunsten Russlands von seiner traditionellen Rolle als Beschützer des Osmanischen Reichs.

Neben diesem Hauptstrang der Analyse werden auch die bilateralen Beziehungen Großbritanniens zu den Staaten des Balkans in den Blick genommen. Verschiedene Aspekte des Verhältnisses Londons zu Bulgarien, Griechenland, Serbien und Montenegro können so erstmals erhellt werden.

Die gehaltvolle, zu großen Teilen aus Originalquellen gehobene Darstellung ist als diplomatiegeschichtlicher Beitrag zur Geschichte der internationalen Beziehungen geschrieben. Presse und Öffentlichkeit, Parlament und Interessengruppen sowie wirtschaftliche und finanzielle Aspekte werden gleichermaßen in den Blick genommen.



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