Doktorarbeit: Performance Measurement und anreizorientierte Organisationsgestaltung

Performance Measurement und anreizorientierte Organisationsgestaltung

Eine agencytheoretische Analyse der Verhaltenssteuerung mehrerer Aufgabenträger

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 70

Hamburg 2009, 312 Seiten
ISBN 978-3-8300-4141-2 (Print & eBook)

Agencytheorie, Anreizsysteme, Betriebswirtschaft, Betriebswirtschaftslehre, Controlling, Kennzahlensysteme, Organisation, Performance Measurement, Wirtschaftswissenschaft

Zum Inhalt

Performance Measurement, Anreize, Synergien, Teams, dies sind alles Schlagworte die in der theoretischen wie praktischen Literatur zum Controlling oft genutzt werden. Insbesondere mit dem Einsatz von Performancemaßen zur Entscheidungssteuerung über Anreizverträge hat sich die Literatur in den vergangenen Jahren eingehender beschäftigt. Dabei spielten Unzulänglichkeiten von Performancemaßen bei der Messung der tatsächlichen Leistung eines Managers eine immer größere Rolle. Inwiefern jedoch die Aufgabenverteilung, Synergien und Interaktionen zwischen Managern solche Probleme beheben können bzw. welchen Einfluss diese untereinander haben wurde bisher kaum in einem geschlossenen Rahmen analysiert.

Der Autor analysiert mit Hilfe eines agencytheoretischen Modells die koordinierte Gestaltung des betrieblichen Anreizsystems und der Aufgabenverteilung. Basis dafür ist ein umfassender entscheidungstheoretischer Bezugsrahmen mit dem über diese Studie hinaus controllingrelevante Sachverhalte analysiert werden können. Es werden neben Synergieeffekten zwischen Aufgaben auch Möglichkeiten der persönlichen Interaktion zwischen den Aufgabenträgern z.B. in Teams berücksichtigt. Für die beschriebenen Situationen werden Gestaltungsempfehlungen zur Aufgabenverteilung und dem Einsatz von Performancemaßen zur Anreizsetzung abgeleitet. Dabei zeigt sich unter anderem, dass die Ausnutzung von Synergien zwischen Aufgaben, z.B. durch Zusammenfassung der Aufgaben zu einem Aufgabenbereich, vor dem Hintergrund inkongruenter Handlungen nicht immer vorteilhaft ist, sondern eine getrennte Bearbeitung und damit Verlust der Synergien durch bessere Möglichkeiten der Anreizsetzung überkompensiert werden kann. Ferner zeigt sich, dass in Teamsituationen unter bestimmten Bedingungen der Interaktion eine Aufgabenverteilung zwischen den Teammitgliedern aus Sicht der Unternehmensleitung irrelevant ist bzw. auch von den Teammitgliedern selbst vorgenommen werden kann. Somit zeigen die Ergebnisse nicht nur theoretisch neue Ergebnisse auf, sondern weisen insbesondere für die betriebliche Praxis auf Optimierungspotential und zu berücksichtigende Einflussgrößen bei der Unternehmensteuerung auf.



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