Doktorarbeit: Die Zukunft der handelsrechtlichen Rechnungslegung in Deutschland

Die Zukunft der handelsrechtlichen Rechnungslegung in Deutschland

Eine prinzipienbasierte Analyse der Bilanzierung nach IFRS und HGB unter besonderer Berücksichtigung der Rechnungslegung der KMU

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 39

Hamburg , 534 Seiten

ISBN 978-3-8300-2563-4 (Print)
ISBN 978-3-339-02563-0 (eBook)

Zum Inhalt

Nach dem Inkrafttreten der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 vom 19. Juli 2002 in der Europäischen Union ist nichts mehr wie früher: Die International Financial Reporting Standards (IFRS) beherrschen die Rechnungslegungsdebatte dem Anschein nach vollständig. Diese Relevanzüberzeichnung liegt u. a. an der Medienwirksamkeit der hiervon betroffenen (kapitalmarktorientierten) Akteure. In der letzten Zeit mehren sich jedoch Anzeichen, die den high quality approach der IFRS in Frage stellen und damit den Siegeszug des IASB bedrohen. Neben den methodischen Problemen der IFRS-Bilanzierung (z. B. impairment only approach oder full fair value accounting) und dem sachverhaltsorientierten Ansatz des IASB ergaben sich zuletzt weitere problembehaftete Aspekte (z. B. Eigenkapitalausweis bei personenbezogenen Unternehmen nach IAS 32).

Stellt die Rechnungslegung nach IFRS in der Tat (k)eine tragfähige Grundlage für die externe Rechnungslegung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dar? Der Verfasser geht dieser aktuellen Fragestellung nach und arbeitet im Rahmen einer systematischen Metaanalyse die Problemfelder der flächendeckenden Übernahme der IFRS in Deutschland heraus. Dabei werden nicht vorrangig die Details der Bilanzierung, sondern vielmehr die konzeptionellen Fundamente der Rechnungslegung nach HGB und IFRS betrachtet. Der Verfasser arbeitet Schritt für Schritt heraus, dass der durch das Bilanzrechtsreformgesetz vom 4. Dezember 2004 in Deutschland herbeigeführte Status Quo grundsätzlich eine aus der wissenschaftlichen Sicht angemessene Antwort auf die eingetretenen Entwicklungen und die geführte Harmonisierungsdebatte darstellt. Der deutsche Gesetzgeber ist gut beraten, den handelsrechtlichen Jahresabschluss nach HGB für nichtkapitalmarktorientierte Unternehmen beizubehalten. Und das IASB sollte seine ganze Energie zuerst darauf verwenden, die konzeptionellen Unzulänglichkeiten der vollen IFRS auszumerzen, bevor die IFRS light formuliert werden: Dabei ist für die Qualität eines Rechnungslegungssystems nicht der Umfang der Regelungen, sondern deren konzeptionelle Basis, deren Kontinuität und Stabilität ausschlaggebend!

Die für die Rechnungslegungspraxis höchst relevante Frage nach der Zukunft der Rechnungslegung der KMU sollte auch in der Wissenschaft (erneut) auf ein reges Interesse stoßen. Im Zentrum der weiteren Forschungsanstrengungen muss wieder die Frage nach den Adressaten und Funktionen der Rechnungslegung stehen. Der Verfasser legt hierzu mit seiner Studie eine fundierte Diskussionsgrundlage vor, in der neben Fragen auch ein eigener Lösungsvorschlag präsentiert wird.

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