Dissertation: Wettbewerbspolitik und Pay-TV

Wettbewerbspolitik und Pay-TV

Eine ökonomische Betrachtung kartellrechtlicher Untersagungen auf dem deutschen Markt für entgeltliche digitale Fernsehdienste 1994-2004

EURO-Wirtschaft – Studien zur ökonomischen Entwicklung Europas, Band 24

Hamburg 2005, 250 Seiten
ISBN 978-3-8300-2022-6 (Print & eBook)

Bezahlfernsehen, Bundeskartellamt, Digitales Fernsehen, Europäische Kommission, Industrieökonomie, Vertikale Integration, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik, Wirtschaftswissenschaft

Zum Inhalt

In den Jahren 1994 bis 2004 haben deutsche und europäische Wettbewerbsbehörden durch Eingriffe in die Privatautonomie auf dem deutschen Markt für digitales Pay-TV die Entwicklung stark beeinflusst.

In den unterschiedlichsten Konstellationen gab es Bestrebungen zwischen den Unternehmen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen das Risiko zur Entwicklung des deutschen digitalen Pay-TV Marktes zu teilen. Durch vertikale und horizontale Integration wollten die Marktakteure gemeinsam den Markt für digitale Pay-TV-Angebote erobern. Bei diesen Fusions- und Kooperationsbestrebungen haben das Deutsche Bundeskartellamt und die Europäische Kommission immer wieder Untersagungen ausgesprochen.

Der Autor untersucht Kosten und Nutzen der Auswirkungen der Untersagungsentscheidungen der Wettbewerbsbehörden. Er diskutiert, wer am Ende der Entscheidungen die Kosten durch die Fusionsverbote trägt. Dabei wird auch heraus gearbeitet, welche Instrumente den Wettbewerbsbehörden eventuell fehlten, um die Integrationsbestrebungen der Unternehmen zu genehmigen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Untersuchung der Argumentation der Wettbewerbsbehörden. Die Argumente der Behörden werden vor dem Hintergrund industrieökonomischer Erkenntnisse der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung beleuchtet. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für normative Ableitungen, welche als Vorschläge für die regelgebenen Institutitonen der Wettbewerbsbehörden heraus gearbeitet wurden.



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