Forschungsarbeit: Der psychologische Stilbruch in der Literatur

Der psychologische Stilbruch in der Literatur

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 71

Hamburg 2002, 120 Seiten
ISBN 978-3-8300-0669-5 (Print & eBook)

Allegorie, Literaturdeutung, Literaturtheorie, Literaturwissenschaft, Mythos, Symboldeutung

Zum Inhalt

Der psychologische Stilbruch in der Literatur beschreibt einen völlig neuen und andersartigen Zugang zum literarischen Deutungsprozess.

Das Buch ist eine literaturtheoretische Arbeit, doch wird jedes Glied der Analyse anhand fülliger Beispiele erörtert, so dass der Leser selbst dazu in der Lage ist, die Reichweite der einzelnen Schlüsse nachzuvollziehen.

Der Verfasser geht von dem Umstand aus, dass viele dichterische Werke unmittelbar unverständlich wirken, da die Handlung die allgemeinen menschlichen Erfahrungen (oder sogar Naturgesetze) überschreitet. Dieses Phänomen bezeichnet Ottosen als psychologischen Stilbruch.

Er stellt die Frage: Wie kann es sein, dass Dichter/Autoren, die große Psychologen sind, ihre Personen immer wieder Handlungen ausführen lassen, die unwahrscheinlich sind und bei denen jedermann - Krethi und Plethi - sehen kann, dass sie mit der menschlichen Psychologie brechen?

Der Antwort auf diese Frage geht Ottosen nach.

Durch eine durchgreifende Analyse der Strukturen, die dem Dichter/Autor zur Verfügung stehen, zeigt er, dass der psychologische Stilbruch in Wirklichkeit ein mit der Dichtung innig verbundenes Problem darstellt, und deswegen ein für die Dichter unvermeidliches Phänomen ist.

Abschließend zeigt Ottosen, wie der psychologische Stilbruch aktiv in den Deutungsprozess mit einbezogen werden kann, indem er ein Mittel darstellt, durch das sich die symbolische Literatur erschließen lässt und ihr Inhalt als sinnvoll erkannt werden kann.



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