Doktorarbeit: Bedeutung von Erfahrungskurven- und Risikoportfolioeffekten bei der Auswahl der operativen Geschäftsfelder in Unternehmen mittlerer Größe

Bedeutung von Erfahrungskurven- und Risikoportfolioeffekten bei der Auswahl der operativen Geschäftsfelder in Unternehmen mittlerer Größe

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 122

Hamburg , 208 Seiten

ISBN 978-3-8300-0350-2 (Print)

Zum Inhalt

Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit sind Unternehmen mittlerer Größe. Es geht um die Frage, ob bzw. in welchem Ausmaß zwei allgemein anerkannte betriebswirtschaftliche Modelle mit jeweils unterschiedlichen Lösungsansätzen bei Entscheidungen über die Auswahl der operativen Geschäftsfelder herangezogen werden können. In diesem Zusammenhang wird die Entscheidungsproblematik dieser Unternehmensgrößenklasse besonders herausgestellt.

Zunächst wird die „mittlere“ Unternehmungsgröße beschrieben. Davon ausgehend wird auf die Bedeutung dieser Unternehmensgrößenklasse eingegangen. Aus den größenspezifischen Merkmalen ergeben sich Besonderheiten mittelgroßer Unternehmen, die in Abgrenzung zu Betrieben anderer Größenordnung abgeklärt und hinsichtlich ihrer positionsfördernden bzw. positionsgefährdenden Eigenschaften bewertet werden.

Das Erfahrungskurvenkonzept stellt die Ausbringungsmenge in den Mittelpunkt der Betrachtung und weist Kostenentwicklungsabhängigkeiten davon nach. Weiter gefasst hängt demnach die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens nachhaltig vom erreichten Grad seiner Spezialisierung (Konzentration) auf ein bzw. auf wenige Produkte (Geschäftsfelder) ab.

Das Risiko-Portfolio-Konzept dagegen betrachtet als wesentliche Determinante betriebswirtschaftlichen Erfolges den Risikoausgleichseffekt, der sich durch Betätigung in verschiedenen Bereichen (Geschäftsfeldern) ergibt, wenn die unterschiedlichen Betätigungsfelder einen geeigneten Beitrag zum Gesamtrisiko des bereits vorhandenen Gesamtportfolios leisten. Damit empfiehlt dieses Konzept tendenziell eine breite Streuung der Betätigung eines Unternehmens in verschiedenen Bereichen.

Im Rahmen der Betrachtungen ergibt sich der Hinweis auf die herausragende Bedeutung der Markanteilsgrößen (relativer Marktanteil und absoluter Marktanteil) im Zusammenhang mit der hier diskutierten Entscheidungsproblematik.

Die Anwendungsmöglichkeiten der betrachteten Konzepte für mittelgroße Unternehmen ergeben sich nach diesen Ausführungen nicht im strengen „mathematischen“ Sinne. Vielmehr müssen beide Modelle im Rahmen der strategischen Zieldefinition in die mittelgroßen Unternehmen einfließen. Die Analyse der relevanten Marktparameter und deren laufender Abgleich mit den entscheidenden Positionen des eigenen Unternehmens muss die Entscheidungsfindung beherrschen. Unter der Dominanz des relativen Marktanteils als Betrachtungsgröße leiten sich die Empfehlungen hinsichtlich einer Trennungs-, Erfahrungskurvenkonzept- und Diversifikationsstrategie ab.

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