Dissertation: Die Rezeption russischer Gegenwartsprosa in der Bundesrepublik 1976-1995

Die Rezeption russischer Gegenwartsprosa in der Bundesrepublik 1976-1995

Versuch einer Chronologie

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 54

Hamburg , 394 Seiten

ISBN 978-3-8300-0298-7 (Print)

Zum Inhalt

Die vorliegende Studie bietet einen systematischen Überblick über die Aufnahme der zeitgenössischen russischen Literatur in Deutschland in den Jahren 1976-1995. Sie richtet sich nicht nur an ein slavistisches Fachpublikum, sondern an alle, die sich für die russische Gegenwartsliteratur und für die Mechanismen des Kulturtransfers von Ost nach West interessieren.

Erster Schritt der Untersuchung ist eine Bestandsaufnahme der Übersetzungen russischer zeitgenössischer Prosa, die in den genannten Jahrzehnten in der Bundesrepublik erschienen sind. Schwerpunktbildungen der Übersetzungen werden anhand thematischer, autoren- und genreabhängiger Kriterien dargestellt und in Schritten von jeweils fünf Jahren miteinander verglichen, so dass die Entwicklung der Übersetzungsauswahl sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht sichtbar wird. In einem zweiten Schritt wird die Kommentierung der übersetzten russischen Prosa in Presserezensionen bundesdeutscher Zeitungen untersucht. Rezensionen sind mehr als bloße Lektüreempfehlungen oder Verrisse eines Buchs - sie lassen in ihrer Gesamtheit Rückschlüsse zu über die Kriterien und Wertmaßstäbe, die der Bewertung russischer Gegenwartsliteratur in der Bundesrepublik zugrunde liegen. Deshalb wird gerade hier die Abhängigkeit der Aufnahme russischer Literatur von außerästhetischen, d.h. gesellschaftlichen und politischen, Gegebenheiten deutlich. Die tiefgreifende Umstrukturierung der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in Russland, die sich im Verlauf des Berichtszeitraums vollzieht, wird in ihrem Einfluss auf die Sphäre des Kulturtransfers sichtbar.

Vertieft wird der Überblick durch detaillierte Einzelstudien zur Rezeption folgender Autoren: Jurij Trifonov, Valentin Rasputin, Aleksandr Solschenizyn, Arkadij und Boris Strugackij, Anatolij Rybakov, Tschingis Ajtmatov, Vladimir Sorokin und Ljudmila Petruschevskaja.

Ein ausführliches, systematisch gegliedertes Literaturverzeichnis, ein Verzeichnis der Übersetzungen und Rezensionen sowie ein Autorenindex, der einen schnellen Zugriff auf Detailinformationen ermöglicht, komplettieren die Untersuchung. Die Arbeit ist so auch bibliographisch als Einführung in die Rezeption russischer Literatur in der Bundesrepublik nutzbar.

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