Forschungsarbeit: Die Narvafahrt

Die Narvafahrt

Mittel- und westeuropäischer Rußlandhandel 1558-1581

Hamburger Beiträge zur Geschichte des östlichen Europa, Band 6

Hamburg , 184 Seiten

ISBN 978-3-8300-0266-6 (Print)

Zum Inhalt

Im Frühjahr des Jahres 1558 griff der russische Zar Ivan IV. Livland an und löste damit einen 25 Jahre währenden Kampf um diese Staatenkonföderation aus. Als erste livländische Stadt fiel am 11. Mai 1558 die Hafenstadt Narva in die Hände russischer Truppen. Bis schwedische Streitkräfte im Jahre 1581 diesen Ort am Finnischen Meerbusen eroberten, blieb er unter Moskauer Herrschaft.

Narva war bis dahin in erster Linie eine Zwischenstation im Ost-West-Handel gewesen. Doch mit der Eroberung durch die Truppen Ivans IV. änderten sich diese Verhältnisse: Narva wurde zu einem Umschlagplatz im Russlandhandel, der das benachbarte Reval als Handelsort ernsthaft bedrohte. Der direkte Handelskontakt mit russischen Händlern lockte Kaufleute aus Mittel- und Westeuropa nach Narva. Die Stellung der livländischen Hansestädte als Zwischenhändler im Warenaustausch mit Russland geriet damit ins Wanken.

Einen umfassenden Überblick über die sogenannte „Narvafahrt“ bietet die vorliegende Arbeit. Der Anteil der Kaufleute aus Hamburg, Lübeck, England, den Niederlanden, Frankreich und Dänemark an der Narvafahrt wird skizziert und in seiner Bedeutung für den Russlandhandel bewertet. Organisation und Bilanz der Handelstätigkeit mittel- und westeuropäischer Kaufleute in Narva geraten ebenfalls ins Blickfeld der Untersuchung. Erstmalig wird in diesem Zusammenhang in deutscher Sprache die Tätigkeit russischer Kaperfahrer behandelt, die den Handel über Narva vor feindlichen Übergriffen benachbarter Mächte schützen sollten.

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