Doktorarbeit: Evolutionäre Szenarien

Evolutionäre Szenarien

Dynamische Konstruktion alternativer Zukunftsbilder mit unscharfen Regelbasen

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 120

Hamburg 2000, 344 Seiten
ISBN 978-3-8300-0217-8 (Print)

Betriebswirtschaftslehre, Chaostheorie, Fuzzy Set Theorie, Kognitive Karten, Prognose, Simulation, Strategische Planung, Szenarioanalyse, Zukunft

Zum Inhalt

Entwicklungen langfristig prognostizieren zu können ist für Unternehmen und andere Organisationen bei strategischen Entscheidungen von großer Bedeutung. Viele Versuche zu langfristigen Prognosen scheitern nicht nur an der Komplexität der gestellten Aufgabe, sondern auch an falschen Vorstellungen über die Möglichkeiten und Ziele einzelner Prognoseverfahren. In diesem Buch werden die den einzelnen Verfahren zugrunde liegenden Konzepte und ihre Leistungsfähigkeit erläutert. Dabei wird mit Hilfe der Chaostheorie die Evolutionäre Szenarioanalyse als ein regelbasiertes Verfahren zur Prognose alternativer Zukunftsentwicklungen entworfen, das nicht nur die Vorhersage der Zukunft verfolgt, sondern auch zum Verständnis der Ursachen dieser Entwicklung beiträgt.

Es werden subjektive Vorstellungen über Zusammenhänge zwischen einzelnen Prognosefaktoren und die Konsequenzen dieser Vorstellungen sichtbar und mögliche objektive Kausalzusammenhänge können untersucht werden.

Zur Beschreibung der Einflussfaktoren und ihrer gegenseitigen Abhängigkeiten wird eine neue Form der kognitiven Karten vorgestellt, die eine unkomplizierte Überführung mentaler Vorstellungen in mathematische Modelle erlaubt. Die anfangs allgemeinen und unpräzisen Auffassungen werden schrittweise konkretisiert und mittels linguistischer Ausdrücke in verbale regeln umgewandelt. Mit Hilfe der Fuzzy-Set-Theorie werden diese Regeln quantifiziert und durch Simulationen ihre Konsequenzen aufgezeigt. Damit erhält man neben der Vorhersage der Entwicklung auch ein detailliertes Verständnis für die Gründe, die zu dieser Entwicklung führen. Diese könnten kritisch hinterfragt und in interaktiven Prozessen mögliche Variationen und Unsicherheiten analysiert werden. Damit eignet sich dieses verfahren nicht nur zur passiven Vorhersage, sondern auch zur Aufdeckung von Potentialen zur aktiven Mitgestaltung der Zukunft.



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