Doktorarbeit: Über die Wünschbarkeit und mögliche Ausgestaltung eines Jugendvölkerstrafrechts

Über die Wünschbarkeit und mögliche Ausgestaltung eines Jugendvölkerstrafrechts

Strafrecht in Forschung und Praxis, Band 388

Hamburg 2020, 470 Seiten
ISBN 978-3-339-12028-1 (Print), ISBN 978-3-339-12029-8 (eBook)

Internationale Strafgerichtshof, Jugendstrafrecht, Jugendvölkerstrafprozessrecht, Jugendvölkerstrafrecht, Kindersoldaten, Minderjährige, Völkerrecht, Völkerrechtsverbrechen, Völkerstrafrecht, Völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit

Zum Inhalt

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Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche begehen Völkerrechtsverbrechen, vor allem Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.

Dies geschieht insbesondere in bewaffneten Konflikten, in denen etwa 250.000 bis 350.000 Kindersoldaten eingesetzt und verwendet werden und war vor allem in den Konfliktsituationen in Liberia, Ruanda, Sierra Leone und der Demokratischen Republik Kongo bedeutsam. Diese Thematik ist aber auch aktuell relevant, besonders bei terroristischen Vereinigungen wie dem Islamischen Staat.

Dass Kindersoldaten Opfer von Völkerrechtsverbrechen werden, ist in der Rechtsprechung der internationalen und internationalisierten Gerichte und der juristischen Literatur seit längerem anerkannt.

Häufig begehen diese Minderjährigen jedoch auch selbst schwerwiegende Straftaten.

Ob diese Minderjährigen als Täter völkerstrafrechtlich nach dem aktuellen Stand des Völkerrechts und Völkerstrafrechts verantwortlich gemacht werden können, ist eine bislang kaum thematisierte Frage im Völkerstrafrecht, der sich die vorliegende Arbeit widmet.

Zudem wird ein Entwurf für ein Jugendvölkerstrafrecht erarbeitet. In diesem wird erörtert, welche strafrechtlichen Garantien und materiell-rechtlichen und prozessualen Rechte bei einer völkerstrafrechtlichen Verfolgung Minderjähriger auf internationaler Ebene aufgrund der Rechtsquellen des Völkerrechts einzuhalten sind.



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