: Geographische Verbreitung der Oedipodinae (Orthopteroidea, Caelifera, Acrididae) in Europa und Randgebieten

Geographische Verbreitung der Oedipodinae (Orthopteroidea, Caelifera, Acrididae) in Europa und Randgebieten

mit Hinweisen zur Ökologie und Biologie

Schriftenreihe naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 48

Hamburg , 164 Seiten

ISBN 978-3-86064-515-4 (Print)

Zum Inhalt

Oedipodinae sind Kurzfühlerschrecken, die zur umfangreichsten Tierklasse der Insekten gehören. Sie sind von großem allgemeinen, wirtschaftlichem und angewandt-biologischem Interesse. Viele Arten sind im Laboratorium gut züchtbar und werden für Untersuchungen im Rahmen der Neurophysiologie, Endokrinologie, Reproduktionsphysiologie und Ökologie benötigt. Im Umweltschutz rückten sie erst in neuerer Zeit in den Vordergrund. Sie erscheinen auf Roten Listen als relativ große, besonders gefährdete Insektenarten. Sie dienen als Studienobjekte für die ökotoxikologische Bewertung von Böden durch Belastung mit Schwermetallen, persistenten Pestiziden und Düngemitteln. In der Nahrungskette vieler Vögel, Reptilien und Säuger sind sie wertvolle Energielieferanten und sichern deren Überleben. Klimatologisch bedingt und durch menschliche Eingriffe verursacht kommt es bei gewissen Arten seit Alters her zu Massenvermehrungen, die der landwirtschaftlichen Produktion erheblichen Schaden zufügen. Am bekanntesten ist die Wanderheuschrecke Locusta migratoria, die vor etwa 50 Jahren in Mitteleuropa noch zahlreich zu finden war.

Biogeographische Studien sind nicht nur interessant für die Beantwortung von Fragen nach dem Ort der Entstehung der Arten und ihren Ausbreitungstendenzen. Auch im Rahmen des Umweltschutzes, der Erhaltung der Biodiversität, der Erstellung von Roten Listen sowie der Populationsdynamik auftretenden Fragestellungen sind ohne genaue Kenntnis der geographischen Verbreitung der Arten nicht zu beantworten. Mit der Darstellung der geographischen Verbreitung der Unterfamilie Oedipodinae in Europa auf topographischen Karten macht dieses Werk den Anfang einer biogeographischen Bearbeitung von Orthopteren-Arten in Verbindung mit ökologischen und biologischen Daten, die den Fundort näher zu charakterisieren helfen. Bearbeitet werden 52 Arten mit vielen Subspecies aus 23 Gattungen. Neben umfangreichen Literaturangaben wurden eigene, nicht publizierte Aufsammlungen der letzten 50 Jahre ausgewertet. Für viele Arten wird Typenmaterial angeführt. Einige Neotypen wurden eingesetzt, soweit dies mit der Terra typica des verschollen gemeldeten Holotypus der Art vereinbar war. Für die angeführten Gattungen und Arten wurde orientierungsweisend ein Bestimmungsschlüssel mit individuellen Farbfotos hinzugefügt.

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