: Aktimetrische Diagnostik von Periodischen Beinbewegungen bei Restless Legs Patienten

Aktimetrische Diagnostik von Periodischen Beinbewegungen bei Restless Legs Patienten

Variata – Titel ohne Schriftenreihenzuordnung, Band 9

Hamburg 1996, 263 Seiten
ISBN 978-3-86064-119-4 (Print)

aktimetrische Diagnostik, Periodic Legs Movement, periodische Beinbewegung, PLM, PLMS, PMS, Restless Legs, RLS

Zum Inhalt

„Periodic Leg Movements“ (PLM) sind kurze, meist stereotype und repetitive Bewegungen der unteren Extremitäten, die vor allem in Ruhe oder während des Schlafens auftreten und häufig zu einer ausgeprägten Schlafstörung führen können. Nicht nur Patienten mit einem essentiellen PLM-Syndrom, sondern auch fast alle RLS-Patienten (Restless Legs-Syndrom), leiden an nächtlicher PLM. Die Arbeit stellt eine neue aktimetrische Methode zur Diagnostik von PLM vor und beschreibt ein einzelfallorientiertes Verfahren zur Bewertung der Periodizität dieser nächtlichen Beinbewegungen.

Der theoretische Teil der Arbeit umfasst eine Darstellung der Symptomatik, Epidemiologie und neuer Forschungsergebnisse zur Pathophysiologie und Therapie beider Erkrankungen. Darüber hinaus wird die Diagnostik von PLM - wie sie traditionell anhand des tibialis-EMGs im Rahmen einer polysomnographischen Ableitung erfolgt - ausführlich behandelt, und dabei gezeigt, dass eine aktimetrische Methode zur spezifischen Erfassung von manifesten Beinbewegungen bisher nicht zur Verfügung steht.

Der zweite Teil behandelt die Frage, wie der Periodizität der auftretenden Beinbewegungen, in der eine wichtige differentialdiagnostische Information vermutet wird, bei der Bestimmung von PLM besser Rechnung getragen werden kann. Für keine der bisherigen operationalen Kriterien zur Bestimmung von PLM liegt eine schlüssige Begründung vor. Diese künstlichen Kriterien haben sic vielmehr aufgrund ihrer Augenscheinvalidität durchgesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Frage, wie der Periodizität der auftretenden Beinbewegungen, in der eine wichtige differentialdiagnostische Information vermutet wird, bei der Bestimmung von PLM besser Rechnung getragen werden kann. Für keine der bisherigen operationalen Kriterien zur Bestimmung von PLM liegt eine schlüssige Begründung vor. Diese künstlichen Kriterien haben sic vielmehr aufgrund ihrer Augenscheinvalidität durchgesetzt.

Auf der Grundlage von über 180 nächtlichen Registrierungen der Beinbewegungen von RLS-Patienten wird eine Periodizitätsanalyse entwickelt und dabei einige der bisherigen Kriterien aufgegeben. Periodizität wird rein über die zeitliche Sequenzierung der kurzen Beinbewegung definiert, da jeweils nur das vorhergehende Ereignis zur Entscheidung über ein periodisches oder nichtperiodisches Ereignis herangezogen wird. Das Ergebnis einer Simulation der zeitlichen Abfolge von PLM (Periodizitätsanalysen) erlaubt am Einzelfall die zufallskritische Aussage, ob die aufgetretenen Beinbewegungen als periodisch oder nichtperiodisch bewertet werden können.

Vorläufige Prüfung der Validität dieser Periodizitätsanalyse zeigen, dass anhand der Entscheidung über Periodizität oder Nichtperiodizität die Responder auf eine L-Dopa Behandlung bestimmt werden können. Patienten mit streng periodischen Beinbewegungen weisen eine signifikante Besserung unter dieser Behandlung auf, Während sich für Patienten mit nichtperiodischen Beinbewegungen kaum eine Besserung durch L-Dopa nachweisen lässt.



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