Martin Schütz Improvisation im Jazz
Eine empirische Untersuchung bei Jazzpianisten auf der Basis der Ideenflussanalyse
Hamburg 2015, 426 Seiten
Zum Inhalt
Im Jazz hat die Improvisation, als eines seiner wichtigsten musikalischen Gestaltungsmittel, eine große Bedeutung und gehört zu den Hauptcharakteristiken, die diesen Musikstil kennzeichnen.
Dabei findet der individuelle Prozess der Jazzimprovisation nicht in einem sprichwörtlich luftleeren Raum statt, sondern unterliegt in der gegenwartsbezogenen Musiziersituation einem komplexen Gefüge aus Rahmenbedingungen, Einflussfaktoren, Zielsetzungen und Ansprüchen, mit denen der jeweils ausübenden Musiker konfrontiert ist. Ebenso wird die Improvisationsausübung durch Trainingsaspekte und Erfahrungen des Künstlers sowie durch den individuellen Umgang mit bestehenden Konventionen beeinflusst.
Dem spontanen und innovativen Gestus, den Jazzimprovisation zunächst suggeriert, steht die Frage nach dabei vorhandenen Mustern, Beziehungen, Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten gegenüber, die im Rahmen der Jazzforschung bereits seit geraumer Zeit eine Hinwendung erfährt. Doch wie verhält es sich fernab von spezifischen melodischen Ablaufmustern, Pattern oder Licks mit dem Aufbau und der Architektur von Jazzimprovisation? Lassen sich Ähnlichkeiten und Muster im Kontext von Jazzimprovisation auch auf einer strukturellen und somit übergeordneten Ebene finden? Wie wird eine Improvisation in ihrer strukturellen Zusammensetzung durch die jeweils zugrunde liegende Referenz beeinflusst?
Um sich diesen und weiteren Fragen anzunehmen, wurde die sich im Zentrum dieser Studie befindende Analysemethode – die Ideenflussanalyse – als neuartiger und alternativer Ansatz konzipiert und ausgearbeitet. Mit Hilfe der Ideenflussanalyse wurde eine Vielzahl von Jazzimprovisationen, die im Rahmen einer empirischen Längsschnittstudie aufgezeichnet wurden, dahingehend untersucht. Neben der zielgerichteten Anwendung der Ideenflussanalyse ist ein weiterer Schwerpunkt die ganzheitlich methodologische Auseinandersetzung mit diesem Analyseansatz sowie die Frage, in welchem Zusammenhang die Ideenflussanalyse losgelöst von ihrem analytischen Gebrauch zum Prozesscharakter der Jazzimprovisation steht, was durch weitere empirische Untersuchungen fokussiert wird.
Bibliografische Daten
| Autor | Martin Schütz |
| Titel | Improvisation im Jazz |
| Untertitel | Eine empirische Untersuchung bei Jazzpianisten auf der Basis der Ideenflussanalyse |
| Seiten | 426 |
| Erscheinungsjahr | 2015 |
| Erscheinungsdatum | 30.06.2015 |
| Ort | Hamburg |
| ISBN (Print) | 978-3-8300-8327-6 |
| eISBN (eBook) | 978-3-339-08327-2 |
| Schriftenreihe | Studien zur Musikwissenschaft |
| Band | 34 |
Anlagen zum Buch
Ausgewählte Hörbeispiele (Zip-Datei, 2,3 MB)
Interviewtranskriptionen (Zip-Datei, 1,5 MB)
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