Dissertation: Governance in Netzwerken der Bekleidungsindustrie

Governance in Netzwerken der Bekleidungsindustrie

Eine strukturationstheoretische Betrachtung am Beispiel des Bekleidungsunternehmens C&A

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 245

Hamburg , 350 Seiten

ISBN 978-3-8300-4631-8 (Print)
ISBN 978-3-339-04631-4 (eBook)

Rezension

[...] Diese Publikation ist als Band 245 der Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis erschienen und wendet sich damit in erster Linie an die betriebswirtschaftliche Wissenschaft. Wer immer sich mit Forschungsfragen zu organisationalen wie auch interorganisationalen Themen, einschließlich Fragestellungen zu Netzwerken, befassen will, findet in der von der Autorin zugrundegelegten Strukturationstheorie einen interessanten Ansatz, dem in den letzten Jahren zunehmende Aufmerksamkeit geschenkt wird. In diesem Kontext sind u. a. der in der vorliegenden Arbeit zusammengestellte Überbli1 über jüngere Studien zur strukturationstheoretischen Betrachtung von Organisationen sowie das bestechende Forschungskonzept und -design dieser Dissertation von besonderem Interesse.

Darüber hinaus kann diese Arbeit auch für Studenten und Praktiker durchaus von Interesse sein. Mit den fallbezogenen Folgerungen zur Verortung des Verhältnisses zwischen Vertrauen und Kontrolle im Zuge der Steuerung strategischer Netzwerke liefert diese Studie von Ortwein, derzeit Assistant Manager im Bereich Risc Consulting der KPMG AG, fortgeschrittenen Studenten der Betriebswirtschaftslehre bzw. Studierenden benachbarter Disziplinen interessante Erkenntnisse zur Steuerung von Netzwerken. Ferner kann diese Publikation auch Praktikern aus Unternehmungen mit einer ausgeprägten Internationalität, welche mit einer hohen Anzahl von Netzwerkakteuren zusammenarbeiten, wertvolle Einsichten zum Beziehungszusammenhang zwischen den beiden Governance-Mechanismen Kontrolle und Vertrauen bieten.

Zum Inhalt

Die deutsche Bekleidungsindustrie hat in den vergangenen Jahren einen signifikanten Strukturwandel durchlaufen, der zur verstärkten Bildung internationaler strategischer Netzwerke und einer gestiegenen Bedeutung der Qualität geführt hat. Wie aber können diese auf Qualität fokussierenden Wertschöpfungsnetzwerke gesteuert werden? Und welche Rolle spielen Vertrauen und Kontrolle dabei? Um diesen Fragen nachzugehen, widmet sich die Autorin der Rolle und dem Verhältnis von Vertrauen und Kontrolle im Rahmen der Steuerung strategischer Netzwerke der deutschen Bekleidungsindustrie.

Zur theoretischen Fundierung wird dabei zunächst, basierend auf der Strukturationstheorie, ein konzeptioneller Analyserahmen abgeleitet. Dieser wird inhaltlich konkretisiert, bevor die Übertragung auf das Unternehmen C&A erfolgt. Diese Einzelfallstudie gewährt damit neuartige und detaillierte Einblicke in das textile Qualitätsmanagement und die Steuerung der Wertschöpfungsaktivitäten entlang der gesamten Supply Chain. Im Rahmen dessen wird insbesondere der Existenz verschiedener qualitativer Anforderungskategorien sowie der Relevanz der Corporate Social Responsibility Rechnung getragen.

Basierend auf einer kritischen Analyse des komplexen Zusammenhangs zwischen Vertrauen und Kontrolle wird die hohe Bedeutung situativ-kontextueller Handlungsbedingungen verdeutlicht und eine Relativierung der Dominanzannahme des Vertrauens vorgenommen. Dadurch wird die Ableitung grundlegender Handlungsempfehlungen für die unternehmerische Praxis ermöglicht. Entsprechend werden zentrale Stellschrauben für die effektive Steuerung internationaler strategischer Netzwerke identifiziert.

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