Dissertation: Bruce Chatwin – Wanderer auf nachmythischen Pfaden

Bruce Chatwin – Wanderer auf nachmythischen Pfaden

Zwischen grand récit und Postmoderne

Studien zur Anglistik und Amerikanistik, Band 11

Hamburg , 346 Seiten

ISBN 978-3-8300-3626-5 (Print)
ISBN 978-3-339-03626-1 (eBook)

Zum Inhalt

Wie kann man Postmodernist sein und zugleich eine große Geschichte schreiben wollen? Der englische Reiseschriftsteller und Romancier Bruce Chatwin hält als „Postmoderner“ an der zentralen Wichtigkeit des Mythos in unserer Zeit fest. Maximilian Ragaller zeigt anhand von The Songlines, In Patagonia und Utz, wie es Chatwin gelingt, Mythen in einen nachmythischen Diskurs überzuleiten und dabei eine postmoderne Variante der Frühgeschichte der Menschheit zu erstellen.

Der in dieser Studie vertretene multipolare Denkansatz, der mit großer geistiger und intellektueller Offenheit und Formulierfreude vorgetragen wird, wird vielen Lesern zahlreiche interessante Einblicke in Chawins Werk bieten, die bislang nicht bekannt gewesen sein dürften. Ausgehend von der Begründung eines archetypischen Paradigmas menschlichen Verhaltens wird das Bild eines postmodernen bzw. poststrukturalistischen „Mythos“ skizziert, das den Autor Bruce Chatwin in anthropologischer Gesamtschau neu entwirft. Die menschliche Existenz ist im Sinne Chatwins aufgrund ihrer irreduziblen Geschichtlichkeit und zeitlich-prozessualen Struktur zur Notwendigkeit des Kierkegaardschen „Sprungs“ genötigt und muss dabei unablässig Grenzen überschreiten. Dies galt für den urgeschichtlichen Sprung zum Menschen und dies gilt immer noch für die Entwicklung des Menschseins.

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