Dissertation: Emotionale Befindlichkeit in einer selbstorganisationsoffenen Lernumgebung

Emotionale Befindlichkeit in einer selbstorganisationsoffenen Lernumgebung

Überlegungen für die ergänzende Berücksichtigung physiologischer Aspekte

EUB. Erziehung – Unterricht – Bildung, Band 96

Hamburg , 402 Seiten

ISBN 978-3-8300-0675-6 (Print)

Zum Inhalt

Emotionale Befindlichkeit wurde bislang als wichtige Komponente des Wissenserwerbs vernachlässigt. Empirische Untersuchungen allerdings zeigen, dass Emotionen zentrale Bedeutung für Unterricht und Lernen haben. Wahrnehmungs- und Gedächtnisleistungen werden emotionsabhängig gespeichert, d.h. Emotionen können in direkter Weise problemlösendes Denken und Handeln blockieren, fördern, oder qualitativ prägen. Somit ist die emotionale Befindlichkeit zentral für den Wissens- und Kompetenzzuwachs des einzelnen Individuums.

Ein Grund für die Vernachlässigung von Emotionen liegt in der Schwierigkeit der empirischen Erforschung von emotionalen Prozessen. Der geringste Anteil davon verläuft bewusst. Die Emotionen des Menschen lassen sich zwar verbalisieren, sind dem Forscher so aber nur mittelbar zugänglich. Zudem werden Emotionen auf Grund von kulturellen Gegebenheiten oft kontrolliert, was zu einer Reduktion von beobachtbarem emotionalen Verhalten führt.

Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit die Möglichkeit eines physiologischen Zugangs zu den internen Prozessen des emotionalen Erlebens. Hierzu wird ein Mehrebenenkonzept vorgestellt, dass sowohl die subjektive Erlebensebene, die Verhaltensebene und die physiologische Ebene in die Erforschung der emotionalen Befindlichkeit mit einbezieht.

Dabei sollen folgende Fragestellungen diskutiert und untersucht werden:

  • Wie wirkt sich Selbstorganisiertes Lernen auf die emotionale Befindlichkeit des Lernenden aus? Hier wird insbesondere auf die Kommunikation innerhalb von Lerngruppen fokussiert.
  • Welche Wechselwirkungen sind zwischen emotionaler Befindlichkeit und Lernergebnissen festzustellen?
  • Können physiologische Parameter verhaltensregulierende Motivations- und Emotionsprozesse besser abbilden als Selbsteinschätzungen der Individuen?

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