Doktorarbeit: Schicksal und Charakter

Schicksal und Charakter

Lebensberatung in der ‘Philosophischen Praxis‘

BOETHIANA – Forschungsergebnisse zur Philosophie, Band 46

Hamburg , 264 Seiten

ISBN 978-3-8300-0202-4 (Print)

Zum Inhalt

Die „Philosophische Praxis“ ist der Versuch, auf anspruchsvollem Niveau eine außeruniversitäre philosophische Kultur zu etablieren. Grundidee der Philosophischen Praxis ist, das reiche Erkenntnispotential der Philosophiegeschichte wieder verstärkt in den Dienst der individuellen Lebensführung zu stellen. Die verschiedenen Tätigkeiten der Philosophischen Praxis reichen dabei von der Öffentlichkeitsarbeit und Beratungsangeboten für Institute und Firmen über Studienreisen und freie Seminare bis hin zur philosophischen Lebensberatung.

Die Philosophische Praxis ist nicht nur zu einem lebendigen Trend der philosophischen Gegenwartsszene Deutschlands geworden, sondern hat bereits internationalen Charakter gewonnen. Gerd Achenbach, der gewissermaßen als Speerspitze eines sich langsam herauskristallisierenden neuen Tätigkeitsfeldes für Philosophen angesehen werden kann, eröffnete 1981 in Bergisch-Gladbach die weltweit erste „Philosophische Praxis“. Die von ihm gegründete internationale „Gesellschaft für Philosophische Praxis“ (GPP) hat inzwischen über 160 Mitglieder aus 10 Ländern. Nationale Gesellschaften mit je 25 bis 150 Mitgliedern gibt es in den Niederlanden, in Kanada, in den USA, in Frankreich, in England und in Israel. Internationale Konferenzen etablieren sich derzeit in einem jährlichen Turnus. Zeit also, die grundlegenden Gedanken und Konzepte der Philosophischen Praxis einmal ausführlich unter die Lupe zu nehmen!

In dieser Arbeit richte ich mein Augenmerk insbesondere auf die philosophische Individualberatung. Die Philosophische Praxis bietet ein Beratungsangebot für solche, denen der Weg zum Therapeuten oder zum Seelsorger versperrt ist. In dieser Arbeit werden die verschiedenen Leitideen und Konzepte philosophischer Beratung dargestellt und erstmalig an einer Vielzahl konkreter Fallbeispiele verdeutlicht.

Die Philosophische Praxis ist kein Versuch, dem Besucher vermeintlich allgemeingültige Wahrheiten zu vermitteln. Gerade andersherum besteht die Kompetenz des philosophischen Beraters darin, die individuelle Lebensgeschichte zu verstehen und mitdenkend zu erweitern. Der Besucher spielt Weiß, der individuelle Philosophische Praktiker spielt Schwarz.

Mit diesem Angebot zur philosophischen Lebensberatung eröffnet die Philosophische Praxis der Philosophie ein neues Terrain. Auf die Schiffe, Ihr Philosophen!

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