Dissertation: Telemedizin im Rechtsvergleich
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Telemedizin im Rechtsvergleich

Moderne Technik, Kriege und Pandemien als Katalysatoren einer Liberalisierung

Medizinrecht in Forschung und Praxis, Band 71

Hamburg , 292 Seiten

ISBN 978-3-339-13166-9 (Print)
ISBN 978-3-339-13167-6 (eBook)

Zum Inhalt deutsch english

Die Abhandlung gibt einen Überblick über Rechtsprobleme, die im Zusammenhang mit der Telemedizin auftreten. Welche rechtlichen Hürden bestehen bei telemedizinischen Behandlungen? Bedarf es einer grundlegenden Reform des Rechts, um den Anforderungen der Telemedizin gerecht zu werden? Oder bietet das bestehende Rahmenwerk bereits ausreichend Instrumente, um mit telemedizinischen Problemstellungen sachgerecht umgehen zu können?

Diese Fragen beantwortet das vorliegende Werk. Es wirft einen Blick auf die Rechtssysteme Deutschlands und Österreichs sowie der USA und Schwedens. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fernbehandlungen und Teleoperationen.

Während der COVID-19 Pandemie erlebten telemedizinische Behandlungen einen immensen Aufschwung. Obwohl es sich bei der Pandemie um ein globales Problem handelt, sind die nationalen Antworten sehr unterschiedlich ausgefallen. Dies zeigt sich auch an der Frage der Zulässigkeit von ausschließlichen Fernbehandlungen, die in den untersuchten Rechtssystemen sehr unterschiedlich beurteilt wird Die Untersuchung der Zulässigkeit in den verschiedenen Staaten schließt mit einem (rechts-)kulturellen Vergleich und bietet einen darauf beruhenden Erklärungsansatz für die unterschiedlichen Herangehensweisen.

Ferner wird analysiert, ob es eines Fernbehandlungsstandards bedarf und wie ein solcher idealerweise ausgestaltet sein sollte. In diesem Zusammenhang werden auch Besonderheiten herausgearbeitet, die im Rahmen der ärztlichen Aufklärungspflicht bei Fernbehandlungen und Teleoperationen bestehen.

Darüber hinaus geht die Arbeit der Frage nach, ob die Telemedizin einer haftungsrechtlichen „Sonderbehandlung“ bedarf. Zudem widmet sich das Werk dem Aspekt der Werbung für Fernbehandlungen und Teleoperationen. Aufgrund der hohen praktischen Relevanz werden auch einzelne Aspekte grenzüberschreitender Telemedizin beleuchtet und völkerrechtliche, europarechtliche sowie internationalprivatrechtliche Gesichtspunkte aufgegriffen.

Technik, Kriege und Pandemien sind starke Katalysatoren, welche die Liberalisierung der Telemedizin befördern. In Zukunft wird die Telemedizin weitere Fortschritte machen und neue Bereiche erfassen. Die Untersuchung verschiedener Rechtsordnungen und ihrer juristischen Antworten trägt dazu bei, dass die Telemedizin von einem passenden und interessengerechten rechtlichen Rahmen begleitet wird.

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