Buchtipp
Coverabbildung: Dissertation, „Medienberichterstattung über Strafverfahren“ von Sarah Hillebrand

Medienberichterstattung über Strafverfahren

Unter besonderer Berücksichtigung der Berichterstattung über das Strafverfahren gegen Christian Wulff

Hamburg , 246 Seiten

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Zum Inhalt

Das strafrechtliche Ermittlungsverfahren findet nichtöffentlich statt. Erst mit Bejahung eines hinreichenden Tatverdachts durch die Staatsanwaltschaft und der Bestätigung durch das Gericht im Zwischenverfahren wird der Vorwurf im Rahmen der öffentlichen Hauptverhandlung publik. Nach der Konzeption des Strafprozessrechts soll der Beschuldigte zum Schutz seiner Persönlichkeitsrechte erst dann als potentieller Täter in der Öffentlichkeit erscheinen, wenn der Vorwurf sich zu einem bestimmten Grad erhärtet hat.

Der Schutz der Persönlichkeitsrechte steht in der letzten Zeit angesichts medialer Berichterstattung über Ermittlungsverfahren gegen Prominente oder Amtsträger allerdings in Frage. Das hohe öffentliche Interesse an Ermittlungen gegen prominente Beschuldigte führt in der Verfahrensrealität häufig dazu, dass diese Ermittlungsverfahren über Wochen und Monate Gegenstand medialer Berichterstattung sind. Die damit einhergehende Rufschädigung hat dann einen Rückzug der Beschuldigten aus dem öffentlichen Leben oder den Rücktritt von öffentlichen Ämtern zu Folge, bevor die Ermittlungen überhaupt abgeschlossen sind.

Diese Arbeit behandelt zunächst grundsätzlich das Verhältnis von Medien und Strafverfahren. Anhand einer Analyse der Berichterstattung über das Strafverfahren gegen den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff wird untersucht, ob und welche schädlichen Einflüsse die Berichterstattung für das Ermittlungsverfahren hatte und welcher Reformbedarf sich aus den Ergebnissen der Analyse ergibt.

Bibliografische Daten

Autorin Sarah Hillebrand
Titel Medienberichterstattung über Strafverfahren
Untertitel Unter besonderer Berücksichtigung der Berichterstattung über das Strafverfahren gegen Christian Wulff
Seiten 246
Erscheinungsjahr 2020
Erscheinungsdatum 16.01.2020
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-11392-4
eISBN (eBook) 978-3-339-11393-1
Schriftenreihe Schriften zum Strafprozessrecht
Band 26

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